1550 Städtchen Bülach von Osten ? etwa im Jahre 1550.

Bülach kolorierte Lithographie, gedruckt etwa 1897, Carte postale Weltpostverein Schweiz.

Bülach im 16. Jahrhundert mit Turm bei Ober- und Untertor. Der dritte Turm, links der Kirche könnte der Müsegg-Turm gewesen sein. Diese Karte ist echt gelaufen.

Die Rückseite durfte nur für die Adresse (Fräulein Frieda Meier, Zürich V) und Briefmarke mit Stempeln benützt werden. Der Text oben lautet: " Bülach d.(en) 24. Juni 1905 Gruss vom Johannistag". Der Johannistag (Tag des heiligen Johannes ist tatsächlich der 24. Juni). Wer der Absender war bleibt uns aber Verborgen.

Die Karte war mit einer grünen Helvetia Ziffermarke 5 Rp. frankiert und wurde am 24. Juni 1905 in Bülach rundgestempelt. Die Karte zeigt auch einen (Eingangs-)Stempel 24. Juni 1905 von Zürich Brf. Exp. (Brief Expedition).

Witwe A. Hüsser, Papeterie Bülach, Nr. 1743, schwarz-weiss Originalgraphik der Stadtansicht stammt aus der Zentralbibliothek Zürich, HF

 

 

1579 Jahreszahl am Haus Brunngasse 5

Foto Ueli Langmeier

 

 

1820 Obertor Bülach (Aussenansicht nördliches Stadttor) um etwa 1820, rechts Zollhäuschen, rechts Schmiede am Obertor. Akquarell von Ludwig Schulthess, Schlösser und Burgen im Canton Zürich, 1837.

Das Obertor wurde 1831 abgebrochen, weil es den zunehmendenen Verkehr behinderte.

NJBl Nr. 30,1984, S. 131, Zentralbibliothek Graphische Sammlung, HUE

 

  

1830 Zeichnung des ehemaligen Obertors des Städtchens Bülach um 1830, rechts davon Grabengasse, links "Gasthof zum Goldenen Kopf", davor Kopfgasse nach links abzweigend. Im oberen Tor hatte es im oberen Stock eine kleine Wohnung (des Wächters). Sie wurde auch Wächterstube genannt. Der Turm wurde 1838 geschleift und abgebrochen, um den Durchgangsverkehr (von Eglisau, Schaffhausen bzw. Süddeutschland) zu erleichtern. Sehr wahrscheinlich befand sich auch eine Holzbrücke über den Stadtgraben. Rechts  gab es ein kleines Zollhäuschen, wo der Schilling für die Durchfahrt eingezogen wurde. Dieses Wachthaus wurde 1851 abgebrochen.

H.(einz) Hintermeister, gezeichnet etwa 2000, NJBl Nr. 46, 2015, S. 81, HUE

siehe ähnliche Zeichnung unten (ETH-Bibliothek)

1895 Marktgasse Richtung ehemaliges Obertor, photographiert etwa 1895, auffallend sind die erhöhten Haustüren, meistens mit Treppe und gepflasterten Hauseingängen. Die tieferliegende ehemalige Schaffhauserstrasse war noch nicht geteert oder gepflästert.

Das Eckhaus rechts ist 2016 der Antiquitätenladen von Stefan Ribeli. Er und seine Frau hatten es von Werner Dubno abgekauft. Vorher gehörte es den alten "Jumpfern Meier-Knöpfli" mit ihrem Schuhladen. Dies dürfte eine der ältesten Photographien von Bülach sein. Daraus lässt sich auch einiges für die Hausforschungen im Stedtli ablesen. Beispiel:

Im Hintergrund zwischen Kopf und Oberli die alte Schmitte am ehemaligen Obertor, ausserhalb der Stadtmauer. Diese Schmiede (später Consum) hat noch ein Vordach (wie auch beim Untertor), wo die Pferde im Unterstand mit Hufeisen beschlagen werden konnten. Dieses wurde später abgerissen. Zudem geht noch ein Laubengang über die ganze Stirnseite (später nur noch teilweise). Die Riegel sind noch nicht verputzt. Im 1. und 2. Obergeschoss sind die Fenster ganz links noch nicht eingebaut. Siehe späterer Umbau in Litho von 1901.

UL, StR, HUE, RA

 

 

1900 "Bülach.  Westseite Marktgasse am (ehemaligen) Obertor mit Kleidergeschäft J. Oberli-Hintermeister um 1900 gegenüber vom Gasthof "Zum goldenen Kopf". Im Hintergrund das Restaurant "Kreuz". Der Milchmann auf dem Einspänner schenkt Milch aus. "Ueber der Türe links wird speziell darauf hingewiesen, dass hier unter anderem auch Arbeitskleider erhältlich seien."

Weltbild Verlag, Olten, 2002, Foto: Archiv: Lesegesellschaft, Bülach, Nachdruck aus der Serie: "Eine von 30 Karten aus dem Postkartenbuch Bülach in alten Ansichten, NJBl Nr. 25, 1976, S. 54

 

 

1900 Ansicht Hauptplatz Bülach mit Metzgerei Surber. Auffallend ist die Telefonstange zwischen dem Surberhaus und dem Surberbrunnen.

Karte echt gelaufen von Bülach nach Zürich (Enge) und frankiert mit 5 Rp. Die Grussbotschaft musste auf der Vorderseite angebracht werden: "Gruss aus Bülach sendet Ihnen & Elisa Ihre Ergebene Emma Schmid b./d. (bei der) Post End-Höri b.(ei) Bülach. Finde mich recht wohl in den Ferien."

Ww. (Witwe) A. Hüsser, Papeterie, Bülach, H. G. & Co. (Hermann Guggenheim & Co.), Zürich; No. 4235, RA

 

 

1900 Haus an der Nordstrasse (Kirchhügel) von Hans Siegfried-Schulthess, Photograph aus Zofingen, kurz vor der Vollendung um 1900. Die Glas-Fenster sind noch mit weisser abwaschbarer Farbe mit einem S versehen, damit sie beim Innenausbau nicht kaputt gehen. Links das eigenartige Atelierhaus (Photolabor).

CM

 

 

1901 farbige Lithographie von Bülach mit folgenden Ansichten: oben links "neuer Bahnhof" mit Dampfzug, "Total - Ansicht von Bülach" von Schleuenberg mit zwei Dampfzügen: einer fährt nach Zürich, der andere kommt von Norden bzw. Eglisau Glattfelden. Die katholische Kirche (erbaut 1902 ist noch nicht auf dem Bild). Unten links Gasthof zum Kreuz, links davon Kreuz-Ställe (Remisen) und rechts davon Kreuz-Garten (Wirtschaft). Mitte im Rombus-Rahmen "Konsum - Verein Bülach" beim ehemalige Obertor, gegenüber Kopf, früher war hier die Schmied am Obertor, später Haus des Velohändlers Ullmann, 2016 Raiffeisenbank. Links von Konsum-Verein sind die Bäume der Gartenwirtschaft Reblaube zu erkennen.

Hauptplatz genannt "Strasse in Bülach" Richtung Süden mit Kirchturm der reformierten Kirche mit Haus der Metzgerei Surber (rosa) , links das Wirtshausschild mit dem goldenen Kopf. Die Karte ist echt "gelaufen", abgesandt in Bülach am 13. Oktober 1904 nach Bière (Vaud) mit Stempel vom 20. Oktober 1904. Text:

"Chere Clärli, Vraiment nous avons eu de la chance avec le temps. 3 magnifiques journées beau temps. Demain à 7 1/2 hrs. (heures) nous relogons ? pour Frauenfeld.  Que ... ? de ce matin il y avait une ? de ? surtout des off.(iciers) meilleurs ?"

Verlag v.(on) Lepo.(old) D.(aniel) Guggenheim, Zürich, Nr. 3434 ?

 

 

1904 Bülach Bahnhofstrasse. Karte gelaufen von nach Meiringen, Berner Oberland. Restaurants Kopf zuhinterst, davor Weinstube Reblaube, davor stehen Bäume in der Gartenwirtschaft.

Verlag Ww. (Witwe) Hüsser, Papeterie, Bülach, C. Burchard, Bern Nr. 371, HF

 

1904 Tafelglasfabrik Bülach auf der Fangleten,  Südseite, später Sulzer- bzw. Bülach-Guss, kolorierte Photo-Ansichtskarte, gedruckt etwa 1904. In dieser einstigen oberen Glashütte wurde Fensterglas produziert, 1901 Gründung als Klarahütte Gyger & Cie. AG, 1902 Umwandlung in die Kollektivgesellschaft Ringel & Fass, der beiden Deutschen Albert Ringel aus Sachsen und Ludwig Melchior Fass aus Baden, 1904 Konkurs, ging 1906 an „Schweizerische Glasfabrik Helvetia AG“, 1910 Auflösung, da nicht rentabel, 1916 Erwerb durch Gebrüder Sulzer Aktiengesellschaft, Winterthur, ab 1917 Eisengiesserei Sulzer, Herstellung von Radiatoren für Zentralheizungen. Es wurde auf der Nordseite ein Gleisanschluss entlang der Fangletenstrasse erstellt, der 2016 noch besteht, aber nicht mehr benützt wird. 

Verlag H. Meyer, Bülach, Papeterie, OMB, NJBl Nr. 42, S. 46

 

 

1905 Kolorierte Ansichtskarte mit Mondstimmung von Bülach Herti, heute Bahnhofstrass (früher Schaffhauserstrasse). Das Haus rechts ist die Druckerei Graf, beim linken Haus steht heute die UBS Filiale Bülach. Echt gelaufene Karte nach Winterthur mit Rundstempel "Bülach 2.III.05-11" auf einer braunen 2 Rp. Ziffermarke. Der Mond wurde hineinmontiert und dafür hell beleuchtete Fenster in den Gebäuden gezeigt, wohl um den technischen Fortschritt (elektrische Lampen) anzuzeigen.

Artist. Atelier H. Guggenheim & Co., Editeurs, Zürich,  No. 10825, No. 33080, MW

 

 

1905 Reklamekarte der Druckerei von Heinrich Graf gibt interessante Einblicke:

"Gruss aus Bülach, Datum des Poststempels (Bülach 20. IX. 05 -6 auf brauner 2 Rp. Ziffermarke - Drucksache nach Zürich auf Dorf)

Ich gestatte mir, Ihnen den in meinem Verlage je

Dienstag und Freitags erscheinenden Bülach - Dielsdorfer

Volksfreund * zur Benutzung als Insertionsorgan bestens zu

empfehlen. Verlangen Sie eventuell Kostenberechnung und 

Probenummer. Hochachtungsvoll H. Graf

* Gegründet 1865 (durch Lesegesellschaft Bülach); verbreitestes Blatt in den zürcher.

Bezirken Bülach und Dielsdorf; über 2000 Abonnenten."

Druckerei H. Graf, Bülach, No. 1043, MW

 

 

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Kleine Chronik Neues Bülacher Tagblatt NBT gegründet 1860 durch die Lesegesellschaft Bülach (LGB)
Bülach - Dielsdorfer Volksfreund Heinrich Hager-Nägeli Heinrich Graf-Volkart Akauzet Insertionsorgan Karl Graf Hans-Ulrich Graf HUG Zürcher Unterländer
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1905 Ansicht der ehemaligen Schaffhauserstrasse (2016 genannt Bahnhofstrasse) auf der Herti.

Links das Scheuchzerhaus, im Vordergrund links eingehagt der ehemalige Feuerwehrweiher, 1906 wurde hier das Gebäude der Zürcher Kantonalbank gebaut. Die Photoaufnahme entstand somit etwa 1905 und wurde nachträglich koloriert. Die Pferdekutsche (Chaisli, Schesli) gehört dem "Vater von Dr. Eduard Dolder-Riegg, des seine tierärztliche Praxis besorgte."

NJBl Nr.46, 2015, S. 120, UL, NJBl Nr. 25, 1976, S. 87

 

 

1905 Schuhhaus Fischer am Hauptplatz Bülach, Marktgasse 15 (später Schuhhaus "Meyer-Knöpfli's Erben" bzw. der beiden Schwestern "Jumpfern" Knöpfli, 2016 Antiquitäten Stefan Ribeli). Gegenüber Papeterie von Hüsser ?, mit Schild "(Ansichts-)Karten Cigarren".

GF, HUE

 

1906 Uhrmacher Gottlieb Bänninger an der heutigen Marktgasse (später A. Kern Uhrmacher). Rechts Metzgerei und Wursterei, Eigentümer ?

O. Grob, AM

 

 

1907 Scheuchzerhaus (links), etwa 1907, siehe obige kolorierte Photo. Diese Schwarz-Weiss Photo wird umgeben von Schweizerischen Briefmarken dieser Zeit, links die gesamte Zifferzeichnung Serie mit den Werten 2 C. bis 15 C. (Zumstein-Nr. 80 - 85, die 1906 ausgegeben wurde) , rechts die 1905 ausgegebene Serie "Stehende Helvetia" mit den höheren Werten von 20 C. bis 3 Fr. In der Guggenheim Karten Sammlung von Paul Bächtiger, Horgen, wird diese Kartenserie wie folgt beschrieben: "Briefmarken Prägelithos aus dem Verlag Guggenheim in Zürich um 1905 bis 1910: Die Serie Briefmarken-Prägelithos aus dem Verlag und Atelier Guggenheim war nach der Jahrhundertwende besonders in Mode. Fast jede Ortschaft (der Schweiz) konnte damit Werbung für ihre Region machen. Faszinierend sind auch die verschiedenen Typen, die der Velag immer wieder anpasste."

Carte Philatelie deposé. D. R. G. M. Nr. 222744, O. Z. M. Herstellung H. G. & Co. Z (Hermann Guggenheim & Co., Zürich), UL, www.baechtigerhorgen.ch

 

 

1908 Bülach Bahnhofstrasse (damals Schaffhauserstrasse genannt) Richtung reformierte Kirche. mit folgenden Gebäuden von links nach rechts: sogenanntes Scheuchzehaus mit den typischen Rosetten unter der oberen Fensterreihe, umzäunt von einem Eisenhag. Haus mit Restaurant ?, alte Post usw. Die Karte wurde von Bülach nach Dürrenroth, Emmental, gesandt. Text:

"Werte Elise ! Ich will Dier auch einmahl ein Lebenszeichen senden. Wie Du vielleicht weisst, bin ich nicht mehr zu Hause. Ein anders mahl mehr. Meine Adr.(esse) Frau Bula Bülach. Die herzlichsten Grüsse sendet dier. B. L."

H. Meyer, Papeterie, Bülach ?, Nr. 1875

 

 

1909 Ansichtskarte Bülach oben links "Generalansicht" von Schleufenberg Richtung Nordwest.

Darunter Filiale der Kantonalbank an der Bahnhofstrasse (früher Schaffhauserstrasse genannt, die hier sichtbare Querstrasse nach links wurde entsprechend Bankstrasse genannt (heute Winterthurerstrasse). Oben rechts die eidg. Poststelle an der Bahnhofstrasse, angschrieben als "Telefon, Telegraph, Post, rechts in diesem Bild Gasthof Kreuz. Darunter neuer Bahnhof in der Herti.

Unten rechts Häuser um katholische Kirche, unten rechts heutige Marktgasse Richtung reformierte Kirche, der Platz wird hier "Hauptplatz" von Bülach genannt, heute noch Autoparkplatz.

Verlag F. Müller, Papeterie, Bülach, Fabr.(ikation) Leop.(old) Guggenheim, Zürich

Leopold Guggenheim ist der zweite Hersteller von Ansichtskarten in Zürich, jedoch nicht direkt verwandt mit Hermann (H.) Guggenheim, Zürich, www.baechtigerhorgen.ch, RA

 

 

1910 Ansichtskarte "Gruss aus Bülach" mit Edelweiss-Blumen und weidenden Hirschpaar, mit drei markanten Gebäuden:

Zürcher Kantonalbank, vorher war hier der Feuerwehrweiher, später Engler Radio und TV, später abgerissen (2015 Cafe La Vita in Seemattüberbauung ), "Neues Schulhaus" später geannt Schulhaus A (2016 genannt Lindenhof), Rathaus noch verputzt (die roten Riegel sind noch nicht freigelegt)

Volkart

 

1910 Haus an der Ecke der heutigen Bahnhofstrasse 2 (ehemals genannt Schaffhauserstrasse) und Kreuzstrasse. Das Photo wurde von Südwesten etwa um 1910 aufgenommen. Vor dem Haus steht der lange Doppeltrog des Kreuzbrunnens. Rechts davon der Kerngarten, der oben mit einem eisernen Hag umgeben ist. Später Wirtschaft Kerngarten. Später Gebäude und Laden der EKZ.

Links oben ist noch das Wirtshausschild mit dem weissen Kreuz erkennbar (das 2016 weiterhin dort hängt, obwohl das Gasthaus anders genutzt wird). Rechts das Gebäude von Malermeister Meili-Hiltebrand. Dieses gehörte später dem Maler Maag. Weiter rechts an der Kreuzstrasse ist das ehemalige Feuerwehrlokal zu sehen (Haus Lang, später Brocki Bülach).Weiter rechts das ehemalige Bauernhaus von E. Meier (Vater von Oskar Meier, Architekt).

Diese Gebäude wurden durch einen zusammenhängenden Neubau ersetzt. 2014 war hier die Filiale der Zürcher Kantonalbank (ZKB) eingezogen.

Nr. 14, NJBl Nr. 46, 2007, S. 59, UL, Otto Meier, KM, BS

 

 

1910 Ansichtskarte mit fünf markanten Gebäuden von Bülach. Oben links Gasthof Kreuz Ostseite, Bahnhof Bülach von Südwesten, Rathaus und sog. Doktorhaus, dazwischen Kirchturm (abgeschnitten), ref. Kirche von Süden (ehemaliges Untertor), Schulhaus A

Mathias Kleis, Zürich 5, Verlag und Vertrieb illustrierter Postkarten

 

 

1910 Luftaufnahme der Baumwollspinnerei Jakobstal (Joggelital genannt) an der Glatt, photographiert um etwa 1910 von Südosten. Links der Hochkamin, der 2016 noch steht. Rechts das Verwaltungsgebäude und rechts klein die ehemalige Oelmühle. 2016 ist diese ehemalige stolze Industrieensemble zur Ruine verfallen und wartet geduldig auf eine neue  Nutzung.

NJBl 2015 Nr. 46, S. 47. Die dort abgebildete Flugaufnahme Abb. 85 dort ist irrtümlicherweise seitenverkehrt dargestellt worden (aufgrund einer verkehrt photographierten Glasplatte der Denkmalpflege Dübendorf). Ausführliche Beschreibung in  NJBl Nr. 32, 1988 Baumwolle und Wasserkraft - Wie die Textilindustrie ins untere Glattal kam, S. 67ff. Siehe unten

 

 

 

1911 Buchdruckerei H. Graf in der oberen Herti, heutige Bahnhofstrasse (gegenüber der UBS Filiale Bülach)

Echt gelaufene Karte Ambulant aufgegeben im Zug nach Zurzach mit Stempel "Ambulant 2.VI.11.2428" und adressiert an "Fräulein K. Vögeli, zur Lilie, Zurzach"

mit Text oben:

"Werthes Frl. Vögeli !

Sind gut in Bülach ange-

kommen u. sage u. schreibe musste

volle 2 Stunden hier warten

statt bei Ihnen zu Hause

wo es ist noch ...

gewesen wäre ..."

Der Platz genügte für diese "Reklamationen" nicht, somit geht es weiter auf der unten abgebildeten Rückseite (wäre eigentlich nur für Adresse und Porto bestimmt)

... das müsste wohl wissen

auch Sie noch sehen, wenn

die Affen abfahren, ohne

zu wissen, wenn Sie

ankommen an ihrem 

Bestimmungsort.

Mit Gruss

Bosau Elise"

Die Dame war anscheinend nicht zufrieden mit dem Service der Dampf-Eisenbahn in Bülach, trotzdem hätte sie etwas schöner (mit Bleistift) und sorgfältiger schreiben dürfen.

No. 33073, MW, RA, HF

 

 

 

 

 

 

1912 Kreuzbrunnen rechts Villa Neuhof, Karte echt gelaufen mit grauer Tellknaben-Marke zu 7 1/2 Rappen.

Verlag R. Freudiger, Bülach, GF

 

 

1913 Hof zur Gerbe, links davon Durchbruch durch die westliche Stadtmauer, genannt Grampentürli, photographiert etwa 1913. Wenn man den Heuwagen rechts sieht, versteht man auch, warum die Scheunentore so gross sein mussten.

NJBl Nr. 46, 2015, S. 118, UL

 

 

1914 Ecke Gerbegasse, Hans Hallergasse, der Vorbau mit dem Obstspalier wurde etwa um 1960 abgerissen, am rechten Bildrand ist noch ansatzweise der Kellerabgang (Kellerhals) zum Rundkeller zu erkennen, der später als Jazz-Keller benützt wurde. "Bauernhaus mit Weinkeller (rechts) im Städtchen Bülach um 1905 (?). Nordwestecke Kreuzung Hans-Haller-Gasse / Gerbegasse".

Photographie W. Hentschel, Oerlikon-Zürich, NJBl 1976 S. 36, Weltbild Verlag, Olten, 2002, Foto: Archiv: Lesegesellschaft, Bülach, Nachdruck aus der Serie: "Eine von 30 Karten aus dem Postkartenbuch Bülach in alten Ansichten

 

 

1915 "Garten mit Springbrunnen südlich des Erachfeldes in Bülach um 1915. Im Hintergrund die alte (kantonale) Post am (ehemaligen) Untertor und der Turm der ref. Kirche." "Garten des Hauses an der ehemaligen Ecke Erachfeldstrasse / Zürichstrasse. Hier wohnte 1896 bis 1902 Familie Siegfried-Schulthess. ... von der späteren Erachfeldstrasse (später Poststrasse) tritt Briefträger Hiltebrand in den Garten mit dem schönen Springbrunnen." Dieser wurde 1898 gebaut.

Weltbild Verlag, Olten, 2002, Foto: Archiv: Lesegesellschaft, Bülach, Nachdruck aus der Serie: "Eine von 30 Karten aus dem Postkartenbuch Bülach in alten Ansichten, NJBl Nr. 25, 1876, S. 7 und 9, AS

 

 

1915 Schirmmacherhaus, noch angeschrieben mit einer Werbtafel Meier, Drechsler. Die Drechslerei wurde im 1. Stock betrieben (ehemalige Schulstube). Im Erdgeschoss (heute Werkgalerie) wurde auch gedrechselt. Zudem war hier noch der Stall und Scheune des Kleinbauernbetriebs (sog. Stedtli-Puur).

Am linken Rand steht das Rathaus (noch verputzt, die Riegel sind noch nicht freigelegt. Das Ziegelbedeckte Häuschen ist der Abgang zum Rathauskeller (sog. Kellerhals). Vor dem Haus auf der rechten Seiten (sog. Doktorhaus) haben die beschürzten Mädchen mit Kreide die Mauer angemalt (heute würde man dies wohl als Graffiti) bezeichnen. Die Reproduktion erfolgte von einer Glasplatte, die längere Zeit belichtet werden musste, die Personen mussten still stehen. Trotzdem läuft ein Kind unten links ins Bild hinein und ist deshalb verwischt.

W. Meier und R. Albrecht

1915 Haus von Maler Albert Meili-Hiltebrand, Farbwaren, Bülach, aufgenommen etwa 1915 aus Richtung Südost (später Maler Maag). Links ehemaliges Gebäude der EKZ.

Daneben bzw. rechts davon war das ehemalige Feuerwehrlokal (ehemals auch so angeschrieben) an der Kreuzstrasse (2015 zusammen mit dem linken Haus wurde hier der Neubau der Filiale der Zürcher Kantonalbank (ZKB) erstellt). 1989 wurde das Brockenhaus hier einquartiert (Haus Lang, bis es an die Winterthurstrasse 46 umzog (ehemalige Dreschscheune sowie später noch Landi).

NJBl 1976, S. 69, HF, UL, RA, HUE, KM

 

 

1916 Bülach Herti, Bahnhofstrasse (damals Schaffhauserstrasse genannt). Rechts das Haus von Ant.(onio) Bianchi, der italienische Delikatessen importierte und insbesondere den Bitter Bianchi, aus Torino, importierte. Neben den traditionellen Telefonstangen ist auch ein eiserner Strommast ? zu erkennen.

Verlag R. Freudiger, Bülach, GF

 

 

1916 "Zanntechnisches Atelier, von M. Kubli, Bülach" im Ettersbühl, Bülach, später "Zahnpraxis Hugo Friedländer", später Brand, Standort Frohburg, ehemals Ettersbühlweg 7, Schaffhauserstrasse 98, Neubau geplant für Mehrfamilienhaus. Vorne Weg von Firma Landert dem Bahndamm entlang bis zur Barriere. Kalksteinbegrenzung des Weges.

Die Rückseite unten zeigt einen Rundstempel vom 10. November 1916 von Bülach. Es ist eine Bestätigung an eine Patientin (Frau B. Thomann, Rupperswil, Kt. Aargau) für einen Termin in Bülach. Text:

Geehrte Frau Thomann !

Bezugnehmend auf Ihre w.(erte) Anfrage erwarte ich Sie also am Dienst(a)g den 14. Nov.(ember) Nachmittags. Indessen grüsst Hochachtungsvoll: M. Kubli, Bülach den 10 Nov 1916.

Art. Institut Orell Füssli, Zürich, MW, RA, HUE, RS

 

 

1916 Joh. Blaser, Möbelhandel, Polstermöbel. Oben am rechten Schaufenster steht "Tapezierer". Haus an der Poststrasse, genannt Sommerau (siehe 1971).

Karte echt gelaufen frankiert mit grauer  7 1/2 Rp. Tellknaben-Marke rundgestempelt 23. I.18. III" an "Frau Meier-Ott, Rüti b. Bülach"

Text:

"Titl.

Sofern Sie die Maschine

wollen, haben Sie sie bis morgen ab'd

(Donnerstag) abzuholen, ansonst ander-

weitig verfügt wird.

Mit Gruss:

Keller-Almery ?

Bülach, d. 22. II. 18"

 

1917 Bülach. Kreuzareal. Karte echt gelaufen 1. Oktober 1917. Gleiche Karte gelaufen mit Datum 1915 an "Herrn Albert Keller, Ordonanz, Dragoner-Reg., Stab 6, Möhlin, Feldpost" mit Text:

"Bülach, d. 9. IX 15. Lieber Bruder !

Was ist eigentlich mit Dir,

warum schickst Du die Wäsche

so lang nicht heim, hast du

keine Zeit, Mutter hat die 

Adresse von Marthi nicht

mehr gefunden, sie muss zuerst

wieder warten bis sie schreibt.

Kannst Du im "Löwen" in Möhlin

nachfragen, sie haben dort zuletzt

logschiert. Der Apotheker heisst

"Steinerd" ?. Viele Grüsse von

uns Allen. Jakob."

H. Meyer, Papeterie, Bülach, Nr. 1378, MW, RA

 

 

1918 Kasernenstrasse Bülach, Richtung Westen, echt gelaufene Karte nach "Kollbrunn Tössthal" mit Grussbotschaft "Von der Stubete sendet Dir herzliche Grüsse D. Frieda". Das Haus rechts war später eine Autowerkstatt. Auf der linken Seite ganz hinten das ehemalige Soldatenhaus, links davon der Konsum-Verein Bülach. Später war hier das Elektrofachgeschäft Fontana.

Kunstverlag v. J. J. Brüllmann, Andwil (Kanton St. Gallen), No. 473, GF, RA

 

 

1918 Doppelansichtskarte der Zwirnerei Hochfelden in der Hirslen an der Glatt sowie der Villa Sonnegg, Bülach, siehe unten. Beide gehörten der Familie Karl Bindschedler-Ganz, nach seinem Tod der Familie Forster-Ganz

Martin Bindschedler www.bindschelder.name

 

 

1918 Villa Sonnegg, Bülach. Diese stand ehemals an der Ecke Bahnhofring / Hertiweg 19 am heutigen Standort von Restaurant Gleis 4 vor der Werkstätte von Velo Birrer. Die alte Adresse war noch Spitalstrasse (noch früher Asylstrasse), da diese über die Geleise bis in die Herti führte. Der Bahnübergang (mit Barriere) musste aber aus Sicherheitsgründen aufgehoben werden. Es entstand eine Fussgängerunterführung. Dieser Strassenteil wurde in Bahnhofring umbenannt.

Es war das ehemalige Herrschaftshaus des Geniehauptmanns Karl Bindschedler, von Männedorf, welche die Zwirnerei Hochfelden in den Hirslen (auf Boden der Gemeinde Hochfelden) betrieb. Bindschedler starb jung mit 39 Jahren. Seine Witwe Ganz heiratete erneut, nämlich den Bülacher Bahnhofvorstand Forster. Daraus entstand dann die Firma Forster-Ganz, welche die Zwirnerei weiterführte. Später wurde es die Arztpraxis von Dr. med. Strebel.

Vor dem Abbruch etwa 1980 diente die alte Villa noch als Bülacher Jugenhaus bzw. sie wurde von Jugendlichen besetzt und benützt. Deshalb erfolgte der Abbruch in einer Nacht- und Nebelaktion durch die Stadt Bülach.

Art. Institut Orell Füssli, Zürich, www.bindschedler.name, RS

 

 

1919 ehemalige "Eisenwarenhandlung J. Winzeler's Ww (Witwe)", Rössligasse, Karte ungelaufen.

Nach der Kleidung muss das Foto zwischen 1905 und 1925 sei. Im rechtenSchaufenster werden noch immer zahlreiche Petrollampen angeboten.

MW, RA

 

 

1919 Bülach Nord Solistrasse Richtung Heimgarten, Karte gelaufen 13. Juli 1919

Bülach No. 13, Bernini

 

 

1920 Haus J. Brandenberger, ehemals Freihof (später Brockenhaus, heute Stadtbibliothek). Brandenberger war der letzte Hafner von Bülach. Im Vordergrund rechts unten das ehemalige eiserne Geländer um den Kirchhof (ehemaliger Friedhof) der ref. Kirche

Unten rechts im Haus Brandenberger im Parterre war vorher die Confiserie & alkoholfreies Restaurant Räber. Auf dem Leiterwagen steht ein neuer Zimmerofen, fertig zur Spedition.

Die Karte ist nicht gelaufen.

A. Bräm, Schlieren, MW, RA, KM

 

 

1920 Allg. Consum-Genossenschaft Bülach u. Umgebung (Konsum Bülach) an der Kasernenstrasse, von Westen aus, quer verläuft die links die Hochfelderstrasse und rechts die Poststrasse, um etwa 1920

MW

 

1920 Ansicht der Marktgasse (ehemals Schaffhauserstrasse genannt) Richtung Norden. Das vorstehende Haus hinten links der Kaffeebaum. Rechts mit der Gruppe von Leuten vermutlich der Coiffeur Iten.

No. 18010

unten Oberli Kleiderhandlung am Obertor, etwa 1920

WM

 

 

1920 Ansicht der Marktgasse Bülach, im Hintergrund das Haus zum Kaffeebaum. Der alte Lastwagen wurde anscheinend noch mit einer Handkurbel angelassen. Rechts das Schuhhaus-Fischer im Parterre und die Bierstube Gambrinus im ersten Stock.

NJBl Nr. 46, 2015, S. 71

 

 

1920 Luftaufnahme Bülach "Hier erkennt man noch den geschlossenen Charakter der Altstadt, welcher später durch Neubauten verloren ging. ... Mitte vorn Schulhaus A. Bildrand rechts bis zur Kreuzung der Poststrasse mit Fortsetzung Hochfelderstrasse. Bildrand links bis unten rechts die Kasernenstrasse." Unten Mitte der ehemalige Konsum-Verein Bülach.

Weltbild Verlag, Olten, Foto: Archiv Lesegesellschaft, Bülach. Nachdruck aus der Serie "Eine von 30 Karten aus dem Postkartenbuch Bülach in alten Ansichten".

 

1920 Photo Ansichtskarte mit koloriertem Himmel aus dem Soliquartier gedruckt etwa 1920. Heutige Solistrasse Richtung Heimgarten. Aufnahme aus Südosten.

Links das ehemalige Haus von Bruno Zihlmann, Heizungen, an der Solistrasse 29 (Assekuranz-nummer 742, 2016 leerstehend), in der Mitte das herrschaftliche Haus Solistrasse 33 (Assekuranznummer 740, 2016 leerstehend), dahinter das ehemalige Haus Lennartz, Metallsägen, (2016 Fehrmetall). Das Einfamilienhaus rechts steht 2016 auch noch.

Die beiden heutigen Stoppstrassen quer vor dem Haus Zihlmann, die Fangletenstrasse sowie die Fortführung in die Solibodenstrasse bestanden noch nicht.

Edition Guggenheim & Co. Zürich, No. 11806, und 11808a, OMB, RA, MW

 

 

1920 Haus Soli (siehe auch obige Karte von A. Lennartz), an der heutigen Solistrasse 33, aufgenommen etwa 1920, links davon offene "Benzinkutsche", hinten bzw. rechts davon das Gewerbehaus von Lennartz, Herstellung von Sägeblättern (später Firma Alba genannt, heute Fehr Metall).

Nr. 3130, MW

 

 

1920 Marktgasse Richtung Norden, in der Mitte der Rathausbrunnen. Das Haus dahinter ist noch verputzt, d.h. die Riegel sind noch nicht freigelegt und rot angestrichen. Im ersten Stock war die Brasserie "Gambrinus". Der uniformierte Herr mit dem Velo könnte der Bülacher Gemeindepolizist Johann Karl Nägeli (1876 - 1953), genannt Wächter Nägeli, sein. Das zweite Haus genannt "Zur unteren Farb" rechts ist die ehemalige Tuchfärberei der Familie Brunner. Deren Nachkomme Sir John T. Brunner hat als reicher englischer Industrieller das Brunner-Stift begründet (heute Spital Bülach).

NJBl 2015, Nr. 46, 2007, S. 110, NJBl Nr. 25, 1976, S. 38 und 39, Weltbild Verlag, Olten, 2002, Foto: Archiv Lesegesellschaft, Bülach, Nachdruck aus der Serie "Eine von 30 Karten aus dem Postkartenbuch Bülach in alten Ansichten"

 

 

1920 kolorierte Version der obigen Karte.

 

 

1920 Sägerei Meier Bülach an der Gartenstrasse um etwa 1920. Oben Wohnhaus und Sägereiareal mit Hochkamin im Hintergrund links für Dampfmaschine. Unten Holzlagerplatz auf der Ostseite der Gartenstrasse. Das Rollwagengleis überquerte die Gartenstrasse. Die Hallem wurde erstellt von Konrad Meier, Abgebrochen 1940.

Emmi Schiesser-Meier, RS

 

 

1920 Spannweid Bülach - Aehnliches Bild wie unten, Feldpostkarte echt gelaufen mit Rundstempel

"Mitr.(ailleur) Komp.(anie), II /20, Feldpost" adressiert an "Herrn Feldweibel Schädeli Bat.(aillon) 45 III. Comp.(anie)" mit Text "Herrn Feldweibel ! Auf Ihr geehrtes (Schreiben) vom 21. IV. teile ich Ihnen mit, dass ich keinen Schuhgutschein erhalten habe. Hochachtungsvoll M. (itrailleur) Burri Franz, Bat. 45, Stab.

Verlag R. Freudiger, Bülach, GF

 

 

1922 Gebäude im Spannweid-Quartier, südlich des ehemaligen Untertors, phtographiert etwa 1922 vom reformierten Kirchenturm aus. Das Haus, das quer südlich der Poststrasse steht (etwas quer rechts), ist die ehemalige mechanische Schreinerei von Jakob Weidmann.

Die Allee (mit Hagenbuchbäumchen) im Hintergrund ist die kantonale "Staatsstrasse, Landstrasse gen Zürich" Nr. K4 Zürichstrasse, Richtung Bachen-bülach. Diese Kantonsstrasse wurde erst etwa um 1925 geteert, somit vorher recht staubig.

R. Freudiger, Phot.(ograph), Bülach, NJBl Nr, 45, 2012, S. 103

 

 

1923 Haus in der Spannweid von J. Weidmann, Schreinerei (später BMB) etwa um 1923, später auch Schreib- und Reisebüro, Wechselstube (vor allem für italienische Fremdarbeiter in Bülach) von Sabeth Bogo. Unten unkolorierte schwarz-weiss Photo.

http://ba.e-pics.ethz.ch/, HUE, Familie Stutz-Weidmann

1923 "Hermann Egle, Spenglerei & Jnstallationsgeschäft, Bülach". Südlich Spital ?

Auf Rückseite aufgedruckt "Drucksache - Herzlichen Glückwunsch zum neuen Jahre - wünscht Familie Herm. Egle, Spengleremeister". Die Karte ist mit einer grünen 5 Rp. Tellknabenmarke frankiert und rundgestempelt "Bülach 31.XII.23.14" adressiert an "Fam. Oskar Egle, Herrenschneiderei, Rorschach".

Modern sind oben links WC mit Wasserspülungskasten oben mit Zugkette sowie Badewanne und Ofen für Heisswasser.

MW

 

 

1923 Bülach. Kreuzareal. Karte echt gelaufen 16. Juni 1923.

MW, RA

 

 

1924 Bülach. Kreuzareal. Karte echt gelaufen 13. September 1924.

Die Frau mit weissem Kopftuch pflegt ihre Bohnen (an langen Bohnen-Stangen bzw. Stickeln) im eingezäunten Garten.

MW, RA

 

 

1925 Spinnerei Bülach im Jakobstal, aufgenommen von Süd-Westen etwa um 1925. Im Vordergrund ist der von der Glatt abgezweigte Fabrikkanal, in dem sich das Spinnerei-Gebäude spiegelt. Rechts der Kamine der 2016 noch steht. Der Rest des Komplexes ist 2016 schon stark zusammengefallen (Ruine). Im Hintergrund rechts die katholische Kirche.

UL

 

 

1926 Die Firma Landert & Weber, Elektro-Motoren, wurde 1924 gegründet. Oben die Werkstatt am Unterweg / Dachslenbergstrasse. Die Aufnahme um 1926 wurde vom Bahndamm (Linie nach Winterthur gemacht). Am Anfang wurden auch Automobile repariert.

NBT Jubiläumsausgabe 1966

 

1926 ehemalige Häusergruppe an der Gartenstrasse, Richtung ehemaliges Untertor / Spanweid, rechts Teil der Stadtmauer, in der Mitte kommt Rauch aus dem Kamin, die Dächer und Gärten sind noch ein wenig mit Schnee bedeckt.

Foto J. Weidmann, UL

 

 

1926 Soli Quartier Bülach von Osten, etwa 1926. Die beiden Hochkamine hinten sind links von Sulzer-Guss und rechts von der Bülacher Glasshütte.

http://ba.e-pics.ethz.ch/

 

 

1926 "H. Furler Decorations- & Flachmaler", Reklamekarte echt gelaufen am "28.XII.26 10" von Bülach nach Kempthal mit gestempeltem Text:

"Herzl. Glückwunsch

zum neuen Jahre

entbietet Jhnen

Fam. Furler-Graf

Bülach"

Standort Kreuzareal 4, beim ehemaligem Kreuzgarten / unterhalb Lindenhof

MW, RA

 

 

1928 echt gelaufene Karte, prominente Häuser am ehemaligen oberen Stadttor, rechts der Kleiderladen von "Hans Oberli, Tuch u. Bettwaren, Herren u. Damenkleider, Stoffe". Links abgeschnitten "Goldener Kopf" und "Wursterei".

Edition Guggenheim & Cie., Zürich, Nr. 15918 W, Fabrication Suisse, GF

 

 

1928 Flugaufnahme von Bülach Richtung ref. Kirchturm von Nordwesten aus. Unten in der Mitte das Schulhaus A (Lindenhofschulhaus), oberhalb der Konsumverein Bülach an der Kasernenstrasse, weiter links das Restaurant Waag. Aufgenommen um etwa 1928 ?.

LGB, UL, HF, ursprünglich Swissair Photo + Vermessungen AG (PhotoSwissair), Negativ-Nr. 2280 (vor 1920)

 

 

1928 ehemaliger Konsum Bülach an der Kasernenstrasse, um 1928 (siehe auch Luftaufnahme oben), links Restaurant zur Waag

Bertini

 

1930 Oertli & Dünki, Werkzeugfabrik, Hochfelderstrasse, Bülach

www.oertli.ch

 

 

1935 Kosthäuser (der Fabrikarbeiter) im Jakobstal (Joggelital) um 1935, davor der Fabrikkanal mit Strassenbrücke. Das Haus mit dem Kreuz darüber ist das Geburtshaus von R. Engler, es befindet sich auf der Grenze zwischen Bülach und Hochfelden. Unten Kosthäuser Jakobstal, davor der Feuerwehrlöschzug der Spinnerei Jakobstal (Firma Blumer Söhne& Cie AG, Freienstein).

RE

1930 Die italienische Familie G. Fieramonte vor ihrem Südfrüchteladen an der heutigen Marktgasse (südlich der Metzgerei Surber). In der kalten Jahreszeit wurden heisse Marroni verkauft. Dies gab der entsprechenden schmalen Gasse (Ehgraben) den Namen Maronigasse.

Im rechten Schaufenster ist ein Plakat für Zigaretten der Turmac, Seebach-Zürich zu sehen, an der rechten Holztüre ein Plakat von "Tobler's  Chocolate" in englischer Sprache (später Toblerone).

KM, UL

 

 

1930 heutiges Möbelhaus Scheideggger, im Stedtli Bülach, von Südosten aus, Karte echt gelaufen 23. Mai 1930.

Das Haus hinten links (neben) dem Rathaus wurde später abgebrochen.

MW, RA

 

 

1931 links das Haus Frohsinn an der Schaffhauserstrasse (heute Bahnhofstrasse). Es gehörte wahrscheinlich dem Händler Friedrich, der hier Tabakwaren (und später Schuhe ?) verkaufte. Man sieht oberhalb des Eingangs noch eine Reklametafel der Zürcher Zigarettenmarke "TURMAC". Diese wurden in Zürich Seebach produziert.

Am unteren rechten Rand steht eine Zapfsäule für Shell-Benzin für die wenigen Automobile in Bülach bzw. den Durchgangsverkehr von Zürich nach Schaffhausen. Auf der linken Seite der Obstgarten des Kreuz (sogenannter Kreuzgarten, auch Gartenwirtschaft). Am Ende der Strasse rechts ist das Gebäude der Zürcher Kantonalbank (ZKB) zu erkennen. Davor das Scheuchzerhaus. Vor dem kleineren Auto oben steht vor der alten Post die Wettersäule von Lamprecht.

Agfa, Bülach, Nr. 2289, RA

unten Werbekarte der August Friedrich-Sprenger, links Haus zum Frohsinn (auch Maison jaune genannt). Assekuranznummer 307. Der linke Laden ist die Schuhhandlung, rechts Colonialwaren (inkl. Tabak, Cigarillos usw.). Auf der rechten Seite ist das Haus zur Lindenau (Nr. 561, die ehemalige Kohlenhandlung Friedrich, heute Gebäude an der Lindenhofstrasse. Die Tochter der Familie A. Friedrich-Sprenger hiess Seline. Sie heiratete den Artillerie-Instruktuor Fritz Schachtler, der als Adj. Uof. vor allem in der Kaserne Bülach Kanoniere an Haubitzen ausbildete.

AM

 

1931 Wirtschaft - J. Surber - Metzgerei links als Abschluss des Hauptplatzes von Bülach. Dieses Haus wurde auch Engelburg genannt (weil Dr. med. Engel) darin wohnte. Auf de rechten Seite unterhalb des Scheunentors befand sich der Laden von Uhrenmacher A. Kern, der anscheinend Uhren der Marke Zenith vertrieb. Vor dem Laden von Photograph O. Grob befindet sich sein Bugatti-Sportwagen.

Photograph O. Grob, Bülach, RA, HUE

 

 

1931 aus Schnee geschnittene Quader, hinten das Haus von Herm. Egle, Spengler. Karte echt gelaufen mit violetter 10 Rp. Tellmarke an Herrn Otto Egel, Davos-Platz, Sanitas". Text auf Rückseite:

"13. März 1931

Gruss von den "Marmorbrüchen" Bülach !

Fridli ist als Gemeinderat durchgefallen, u. erhält aus

diesem feinen Marmor ein

Denkmal.

Gruss v. z. Hause"

 MW

 

 

1933 Bülach Obergasse, links befindet sich der ehemalige Hof von Heiri Meier-Bächi an der Untergasse, in der Scheune ist hier die Altstadt-Buchhandlung.

Verlag: Osk. Grob, Bülach, MW

 

 

1934 Papeterie Heinrich Meyer, Marktgasse, Bülach. Das Schild oben am Laden weist auch auf "Cigarren" die hier verkauft werden. Im Laden rechts davon steht oben zwar EKZ. Der Laden scheint aber leer (evtl. weiss retouchiert).

 Foto Bayer, MW 

 

 

1935 Papeterie Heinrich Meyer, Marktgasse, Bülach. Aehnlich wie obgies Bild. Beim Laden rechts der Papeterie steht jetzt "Meisser, Elektro. Anlagen"

 Satrap Photo, Nr. 2191, MW 

 

 

1935 Buch-Druckerei S. Scheuchzer, Bülach, nun an Bahnhofstrasse 19. Wochenzeitung, Lägern-Bote, Karte ungelaufen, um 1935. Später Druckerei des "Zürcher Unterländer". Unten Rechnung der Druckerei Scheuchzer-Steinemann vom 31. Dezember 1928. Mit Verrechnung der Inseratekosten in verschiedenen Zeitungsnummern (97 bis 104) für Verkauf Ziegen, Pferdefleisch und Schlachtkaninschen an Herrn Hans Kunz, Niedersteinmaur. Die Druckerei hatte die zweistellige Telefonnummer Nr. 50, interne Vermittlung der Telefonzentrale Bülach in der Post (PTT).

MW, O. Meier, CM

 

 

1935 Marktgasse Bülach mit Laden Geschäften von Bally's Capitol, O. Grob Photohaus, Uhrmacher Albert Kern, Bäckerei Konditorei J. Habermacher, etwa 1935

O. Grob, Photograph, Bülach, Nachfolger Gerhard Ziehler, Kasernenstrasse 6

 

 

1937 Der Bülacher Photograph Oskar Grob, in seinem Laden (siehe oben)

O. Grob, Photograph, Bülach, Nachfolger Gerhard Ziehler, Kasernenstrasse 6

 

 

1937 Oskar Grob, Bülacher Photograph, feiert mit seiner Familie Weihnachten etwa 1937, Die Tochter Fanny Aebischer-Grob führte den Laden nach seinem Tode weiter. Er war später beim Kino ABC an der Winterthurerstrasse.

O. Grob, Photograph, Bülach, Nachfolger Gerhard Ziehler, Kasernenstrasse 6

 

 

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Kleine Chronik des Photohauses Oskar Grob, Bülach
Willy Aebischer Angel Mateo Fanny Grob Oskar Grob Marktgasse 41 Leni Hermann Photohandlung Juke Box AMI Hermann Dörig Gerhard Ziehler Gerry Foto-Atelier
Chronik Photo O. Grob 21012017 PDF.pdf
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1938 Bauernhof Kreuzstrasse Nr. 14 von Osten aufgenommen. Stolz wird der Doppelspänner Fuhrwerk mit dem Güllenwagen gezeigt. Gegenüber war das ehemalige Bauernhaus des Vaters von Oskar Meier in der Seematt.

UL, RA

 

 

1938 Bülach Hauptplatz Richtung Süden, Links hinten Nordfassade der "Wirtschaft - J. Surber - Metzgerei". auf der rechten Seite befindet sich das Geschäft von "A. Kern, Uhrmacher, daneben "ZENITH Uhren". Auf dem Sonnenstoren steht "Alb. Kern Uhrenmacher - Uhren, Eheringe, Brillen, Thermo - Barometer". Das nächste Geschäft ist "Photo Artikel, Arbeiten - Oskar (Grob)". Das Geschäft von O. Grob zügelte später in den Anbau des Kinos ABC (2016 ist dort eine Boutique). Es wurde von seiner Tochter weitergeführt. Später wurde es von G. Ziehler übernommen und an der Kasernenstrasse (Haus zum Pelikan) weitergeführt.

Auf obige Aufnahme ist auch der Schuhladen CAPITOL (später Bally's Capitol) zu sehen.

Verlag O. Grob, Photograph, Bülach, Nr. 254, GF, RA

 

 

1939 Altstadt Bülach. Das Riegel-Haus in der Mitte mit Laubengang befindet sich in der Müsegg bzw. Grabengasse 13 und gehörte ehemals dem Bülacher Kunstmaler Jean Kern, heute im Eigentum der Familie R. und I. Schellenberg-Meier.

Oben an der schiefen Telefonstange hängen noch viele Telefondrähte herum.

S. Oberli, CM, RA, WM

 

1939 Motorenfabrik H. Landert am Unterweg, um 1939 aufgenommen vom ehemaligen Damm (heute Eisenbahnbrücke Ettersbühl). Hinten rechts oben die Ueberbauung der Eisenbahner-Doppel-Einfamilienhäuser am Birkenweg.

NJBl Nr. 46, 2016, S. 67, RA

 

1939 Hertihus Bülach an der Bahnhofstrasse (ehemals Schaffhauserstrasse). Rechts Laden der Lebensmittel-Kette "W. Simon - Colonialwaren" Filiale Bülach. Links im Parterre das "Alkoholfr.(eie) Restaurant" Hertihus. Karte echt gelaufen mit Porto 10 Rp. nach Davos. Unten Detailbild mit Knaben der links einen Suppentopf und rechts eine Fruchschale hochhält (Steinhauerarbeit) über dem mittleren Fenster (heute Eingangstür). Die Inschrift lautet "Hertihus 1932". Die Jahreszahl wurde später entfernt.

Photographie O. Grob, Bülach, Tel. 18, GF, Hertihus, PB, KM, GF, RS

 

 

 

1940 Bauernhaus von Meier Kaspers' u. Liesebetli, unfrankiert als Feldpost gelaufen mit Rundstempel 26.II.40-10 an "2. Gruppe des 3. Zug. III. 106, Feldpost", Standort ?

MW

 

1940 Photo der Bahnhofstrasse (ehemals Schaffhauserstrasse), aufgenommen etwa um 1940.  Vorne links der zweiteilige Brunnen an der Ecke ehemaliger Bankstrasse. Der Holzzuber wird gewässert, um ihn wieder wasserdicht zu machen. Wenn der Kübel austrocknete und die Eisenringe sich lösten, dann nannte man das "verläkke". Er musste im Brunnen wieder gewässert werden, d.h. man "zweicket" den Zuber.

Das dreistöckige Gebäude dahinter war die ehemalige eidgenössische Post, davor steht die Wettersäule (heute vor dem Ortsmuseum an der Brunngasse 1). Der schwarze Querstrich am Himmel ist das elektrische Kabel, an welchem die Strassenlaterne rechts oben hängt.

Diese Karte eines auswärtigen Verlages dürfte  bei den alten Bülemer Bürgern keine Begeisterung ausgelöst haben. Der Name "Dorfstrasse" unten links auf dieser Karte wurde nie verwendet. Bülach war schon seit dem Mittelalter ein (Land)Städtchen.

Verlag E. Spiegel, Zürich, Made in Switzerland, HF, RA

 

 

1940 Blick Richtung Gerbegasse, Altstadt Bülach, um etwa 1940, links steht der abgerochene Riegel-Vorbau unter dem Jahr 1914 beschrieben Eckhauses. Rechts davon der Abgang (Kellerhals) zum Abgang des ehemaligen Jazzkellers. Rechts das Sigristen-Haus. Der Brunnen im Vordergrund steht heute noch vor dem Westausgang des alten Sekundarschulhauses am Hans Haller-Platz. Er trägt die Jahreszahl 1872. 

www.buelacherbrunnen.ch

 

1940 Apotheke & Drogerie Dr. W. Janett, Kasernenstrass 1 (Neuhof)

ZU etwa 1995, MW

 

 

1940 Papeterie H. Meyer, Marktgasse Bülach, etwa 1940, links ein Briefkasten der PTT (siehe unten). Auf der rechten Seite des Ladeneingangs sind die vielen schwarz-weiss Ansichtskarten in einem Ständer. Die Papeterie H. Meyer hat sehr viele Ansichtskarten von Bülach hergestellt und verkauft.

Unten mit Personal (Familie Meyer). Beide Karten sind nicht gelaufen (ungebraucht).

Agfa, MW

1940 Familie Meier vor ihrer Papeterie. Diese wurde "am 1. April 1955 von Emma und Walter Schmid übernommen. Mitte der 60-er Jahre zog die Papeterie Schmid in den ehemaligen Gasthof "Kreuz" an der Kasernenstrasse 4. Seit dieser Zeit" ist sie "als "Kreuz-Papeterie" ("Chrüzi") bekannt und gehört somit ganze 60 Jahre zum "alten Eisen" der Bülacher Altstadt." Aus der Homepage der Kreuz-Papeterie

www.kreuz-shop.ch/portrait.html