Höri bei Bülach

 

 

1852 Höri - Kantonaler "Steuerzeddel" für das Jahr 1852 für die  Erhebung der Vermögens-, Erwerbs- und Einkommensteuern mit dem Steuersatz von 1.5 Promille. Zahlbar in gesetzlichen Geldsorten (Schweizer Franken und deutschen Geldsorten !). Der Steuerpflichtige ist Konrad Schmid, der Vogt (Vormund) ist Rudolf Müller. Die untenstehende Rückseite zeigt die Bezahlung bzw. Quittierung durch den Gemeindebeamten bzw. Bezüger (Oertli), Gemeinderatsschreiber

OM Dübi, AK, RA, HF

1890 Schiessverein Höri am Fischsonntag, 13. Juli 1890 im Höribergerg (westliche Seite)

Volksfreund 1890

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Schiessverein Höri gegründet 1881 als Militärschiesseverein
Schiessplatz Niederhöri altes Schützenhaus Kaiserstuhlstrasse Im Chessler Knabenverein Höri Kanöneli 1985 geinsame Schiessanlage Im Maas von Höri und Hochfelden elektronische Trefferanzeigeanlage Remo Albrecht
RA
125 Jahre SV Hoeri 2006.pdf
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1902 Gruss aus Höri mit "Hauptansicht von Höri". Kolorierte Lithographie. Echt gelaufene Karte von "Höri b/B" (bei Bülach) Stempel sowie Rundstempel "Bülach 14.VII.02-8"  auf grüner 5 Rp. Ziffermarke an "Fräulein Susanna Walder, Seidenwinderei, Erlenbach" mit Gruss auf Vorderseite : "L.(iebe) S.(usanna). Hier schicke ich Dir die versprochene Karte. Freundlichen Gruss, R. W."

Blau angekreuzt ist das "Stroh-Häuschen" im Kreis. Es stand an der Weggabelung Schulhausstrasse / Feldwiesstrasse, heutiger Standort des Mehrzweckgebäude.

Links davon die "Restauration" bzw. das Restaurant zur Au (erbaut 1830), das 2016 nicht bewirtet ist.

Oben links das Schulhaus (von 1827) mit Türmchen und Uhr". In der Mitte die Brücke über die Glatt mit Telefonstangen. Rechts vor der Brücke geht es nach Endhöri, hinten links gegen das Neeracherried, heute Hauptstrasse. Rechts im Sechseck die alte Post (1848), Wehntalerstrasse 35, gegenüber dem heutigen Volg. Diese Post hatte den ersten Telefonanschluss.

Oben Haupt-Ansicht (Generalansicht) vom Höriberg aus, vorene Niederhöri, hinten Endhöri.

Verlag v. Leop. D. Guggenheim, Zürich, Nr. 5450, RA

 

 

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Quellwasserversorgung Hydranten Wassserabgabe Brunnstube Reservoir Hauszuleitungen Wasserzins Hahnen Wasserabonnenten Wassermesser Zähler
Wasserordnung Höri 1902.pdf
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1902 "Gruss aus Höri" (gleich wie oben), nicht koloriert. Feldpostkarte mit Text oben wie folgt: "Heute Mittwoch Nacht bei

Regen & grossser Kälte auf Feldwache.

Komme soeben von einer Offiziers Patrouille

retour. Herzl. Gruss & Kuss, Hans"

Verlag v. Leop. D. Guggenheim, Zürich, Nr. 5450, RA

 

 

1900 Ankündigung des Fisch-Sonntages in Höri:

Die "alte Post" in Endhöri, siehe Ansichtskarte unten 1908 (Restaurant mit Kuh vor dem Haus, Familie Wegmann) sowie 2016 Wehntalerstrasse 35. Der Fischsonntag fand auch unter den Birnbäumen hinter dem Haus statt.

Als Konkurrenzveranstaltung Fisch-Sonntag der Familie Brändli in Oberhöri. Das ehemalige Bauernhaus (mit Restauration) steht heute noch bei der Glattbrücke in Oberhöri (siehe Foto 2016 unten).

WoZei 21. Juli 1900 S. 3, RA

Im Bülacher Neujahrsblatt Nr. 29 "Der Glatt entlang" beschreibt Othmar Stäheli, ehemaliger Redaktor des Zürcher Unterländers (ZU) in einem Interview mit (Fräulein) Berta Dischl (Tochter von Ludwig Dischl, aus Heimgarten, Gärtner der dortigen Confitürenfabrik), in Niederhöri, die Geschichte "Fischsonntag in Höri - Chilbi, "Ausfischete" oder Glattfest?" Verspeist wurden vor allem Nasen- und Brachsmen-Fische aus der Glatt, die in Tieröl gebacken wurden. Der Hauptfestplatz war 1912 hinter der "Alten Post", gegenüber dem Gemeindehaus (auch in der "Au" wurden Fische gebacken. Dort war ein grosser Tanzboden aufgestellt. ... unmittelbar vor der Niederhöremer Brücke befand sich in der Glatt ein viereckiges Gehege aus feinmaschigen Netzen, welchem einige Tage von dem "Fischsonntag" die Fänge - natürlich lebend- gesammelt (und gewässert) wurden. Die Fischereirechte (katonalen Fischenzen) besass von der Fabrik bis nach Oberhöri die Familie Lienert, von der Spinnerei Jakobstal (Niedermühle)."

NJBl 1982 S. 55ff., RA

1901 Es handelt sich um das Eisfeld im Neeracher Ried, das auch von Bülachern rege benutzt wurde. Bis in die 60er Jahre fuhren sogar Extra-Züge von Zürich her an den Wochenenden bis Niederglatt. Die meisten Besucher kamen zum "Schliffschüendle" mit "Oergeli", welche sie an den Winterschuhen anschraubten. Der Höribeck verkaufte auf dem Schlittschuhgelände Marroni, Magenbrot und andere Süssigkeiten.

WoZei, RA

 

1905 Spinnerei Oberhöri, um 1905, unten Turbinenhaus am Glattkanal (Zeichnung von Hedwig Neri-Zangger).  1835 wurde J.  G. Blum, Baumwollhändler in Winterthur, Eigentümer der Spinnerei Oberhöri. Das Turbinenhaus wurde 1874 erbaut. 1890 wurde die Fabrik von Oberst Blumer aus Rorbas erworben und 1892 wurde eine elektrische Rieter-Turbine eingebaut. Die Kanäle wurde 1979 aufgefüllt und das Turbinenhaus wurde 1986 abgebrochen (siehe unten 1979).

Dorfchronik Höri, S. 81, NJBl Nr. 32,  1988, S. 38 und 39, H. Hintermeister, LGB

1905 Karte von Höri "Gruss aus Höri" mit Prägedruck Schweizerwappen, Wanderstecken, Bergpickel und Enzian mit Text: "Liebe Schwester: Zu Deinem Namenstag wünsche ich Dir viel Glück und Gottes Segen. Freundlich grüsst Dich d.(eine) Schw.(ester) Luisa." Die Karte ging am 4. Oktober 1905 an "Frau Barbara Kunz, Neu-Waid, Grüningen."

RA

 

 

1907 gleiche Grusskarte wie oben, jedoch Blumen oben und unten im blauen Rand etwas unbeholfen mit Farbstift gelb angemalt. Die Karte adressiert an "Herrn Arnold Maag, Vorarbeiter, Goldau, Kt. Schwyz" ist mit einer grünen5 Rp. Ziffermarke versehen und rundgestempelt "Niederglatt (Zürich) 20.VII.07" und gleichentags angekommen in "Goldau 20.VII.07. XI". Der obige Text lautet:

"Meine Lieben ! Möchte Euch mit-

theilen, dass heute ein Verein von hier

auf den Rigi kommt, über Vitznau

und wahrscheinlich kommen sie erst

Morgen nach Goldau. Wie geht es bei

Euch

Viele Grüsse v. M.G. (Gassmann ?)"

RA

 

 

1908 "Gruss aus Höri, Restaurant z. Post", hier hat es auch ein Telefonanschluss (siehe Plakette über der Eingangstür). Gezeigt werden auch hier die beste Kuh aus dem Stall sowie der Wachhund links. Der Pöstler in Uniform hat auch ein Fahrrad. Der Rest der Familie sitzt bzw. posiert an einem Tisch, der mit einem weissen Tischtuch gedeckt ist. Dieses Gebäude wurde 1848 gebaut.

Die Karte mit einem Stempel Höri (Zürich) und Rundstempel "Bülach 1. VII.08-10" ging von "Anna u. Heinrich" (Keller) an den Vetter "Hch. Keller-Riediker, zur Au, Rorbas". 

RA

 

 

1908 "Namenstagsgratulationskarte" von Höri nach Höri. Grüsse und "Herzlichen Glückwunsch zum Namenstage" von Bertha Surber an Fräulein Anna Schmid, Aufsehers, Niederhöri. Die Karte ist somit im Postamt Bülach "gekehrt". Siehe unten die zwei Balkenstempel "Höri (Zürich)" und zwei Rundstempel von "Bülach 25.VII.08". Die schräg aufgeklebte grüne Tellmarke könnte gemäss "Briefmarkensprache" bedeuten "Vergiss mich nicht". Auf jeden Fall scheinen sich zwei Nachbarinnen in Niederhöri über den Umweg (Bülach) eine Karte geschickt zu haben.

RA

1908 Höri Speicher mit Treppengiebel, abgebrochen. Evtl. stimmt die Jahresangabe 1908 im Buch Bauernhäuser nicht, im Vergleich mit der untenstehenden Aufnahme dürfte dies eher nach 1920 gewesen sein.

Bauernhäuser Kt. ZH Bd. 3, 1997, StAZH Bf 223 11, PB

unten derselbe Speicher um etwa 1927

M. Götz, Chronik Höri 1992 S. 67, RA

 

 

 

 

1910 Gruss aus Höri "Wirtschaft z. Au & Handlung v. Joh. Eidenberger". Feldpost Karte nach Zollikon mit Truppen-Rundstempel "Bataillon No. 71, Feldpost " und Rundstempel "Zürich 6 (Aussersihl) 24.IX,10.IX". 

Die Karte zeigt oben links Ansicht von Niederhöri von der Wehntalerstrasse aus, rechts das alte Schulhaus.

Unten links auf der linken Seite das Restaurant zur Au, rechts von der Strasse Bäckerei. Davor Hanfpünt. Es besteht noch keine Strassenbeleuchtung.

Oben rechts das selbe Restaurant zur Au und Handlung Joh. Eidenberger.

Verlag Joh. Eidenberger, RA

 

 

1912 "Bäckerei Conditorei" an der ehemalige Höremer Dorfstrasse (2016 Wehntalerstrasse 51) in Höri (2016 noch dort) mit Stempel "Höri (Zürich)". Photographie etwa 1912. Die Wehntalerstrasse ist noch recht schmal. Der Chesenwagen (Chaise) steht gegen Oberhöri. Die Rückseite zeigt eine 2 Rp. Marke mit Tellknabe in der Farbe ocker, rundgestempelt in Niederglatt. Die Grussbotschaft lautet "Frohes Neujahr wünscht" mit einem ovalen Stempel "Xaver Grab, Bäckerei u. Conditorei, Höri (Ct. Zürich)". Alte Bäckerei 2016 zu, neue Bäckerei nebenan 2016 im Entstehen.

Nr. 4720, RA

 

 

1913 Gruss aus Höri-Bülach mit vier Ansichten. Man beachte den Mann im schwarzen Anzug und Hut mit Regenschirm, der sich auf allen vier Bildern in Szene setzt.

Oben links: Restaurant und Handlung zur Au, links Gartenrestaurant und rechts mobiler Waschwagen vor Brückenwaage. Auf dem Dach sieht man die Jahreszahl 1908, die aus helleren Ziegeln bei der Neueindeckung gelegt wurde.

Oben rechts: Türmlischulhaus mit Blick gegen Niederhöri.

Unten links: Wohnhaus Keller (links) und Haus Meierhofer (rechts)

Unten rechts: Das Wohnhaus hinter dem Baum wurde abgebrochen, heute steht dort das Gemeindehaus. Anschliessend links das Haus Meier, dann das Haus Volkart.

Kunstverlag von Jac. Brüllmann, Andwil (Kanton St. Gallen), No. 224, Nr. 24730, RA

 

 

1915 Ansichten von Höri, Handlung Schmid-Sieber.

Oben links markant das Wohnhaus der Familie Volkart (später Autogarage, heute noch in Betrieb). Vor dem Haus befand sich ab den 30 Jahren eine Benzin-Zapfsäule.

Unten links Wohnhaus der Familie Schmid (schräg vis-à-vis Handlung Schmid). Wird heute noch durch Nachkommen bewohnt. Heute bekannt für Christbaumverkauf.

Rechts Handlung der Familie Schmid, noch mit Wohnteil, später Scheune und Stall zu Ladenlokal umgebaut.

Karte echt gelaufen mit grüner 5 Rp. Ziffermarke frankiert rundgestempelt "Höri (Zürich) 5. II. 1915". Es gibt auch noch einen Ort Höri, Halbinsel am Bodensee (bei Radolfzell, Deutschland).

RA

 

 

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Höri Behörden und Bedienstete Verwaltungsgrundsätze Besoldungsverhältnisse
Höri Gemeinde-Ordnung 1916.pdf
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1919 "End Höri, Hauptstrasse". Oben links "Kons. Genossenschaft". Der Konsum ist bereits umgebaut mit seinen beiden markanten Rundbogenfenster. Rechts im grossen Bild die Backerei.

Feldpost Karte mit Truppenstempel "Bataillon 45 Feldpost". Interessanterweise wird oben Hauptstrasse mit einem deutschen scharfen Doppel S (Beta) geschrieben. Die Ortschaft Flammersfeld befindet sich in Westerwald, Rheinland-Pfalz, Deutschland. Diese Drucker-Familie stammt wahrscheinlich aus Deutschland.

E. Leber-Flammersfeld, Zürich, RA

 

 

1919 Ober-Höri etwa 1919. Feldpost-Karte mit Truppenstempel Feld-Batterie 88, mit Text: "Viele Grüsse aus hier sendet Ihnen Edi Walther. Hufschm.(ied) Kop.(Kompanie) Battr. (Batterie) 63.".

Die Photo zeigt links das abgebrochene Bauernhaus, Standort Eberhard Transporte, davor das älteste Gebäude von Höri, der Speicher von 1594 an der Glatt. Rechts davon das Haus Huber, davor das alte Zollhaus "Michel" (hier wurde der Brückenzoll erhoben). Es wurde beim Strassenausbau abgebrochen. Hinter der Telefonstange die Glattbrücke. Vorne Wiese, wo die Fabrik "Bluemer" stand und das Transformationshäuschen, welches den Strom für die Spinnerei im Jakobstal produzierte.

B. Müller, Phot., Bülach, Fabrication Suisse, RA

 

 

1922 Ansichtskarte Schulhaus Höri, in der Morgensonne. Das Schulhaus wurde 1921 fertig gebaut, links liegen noch Steinhaufen vom Bau her, der Schulhausplatz ist noch nicht fertig.

RA, RK

 

 

1922 Hochzeitsgesellschaft in Kutsche mit Zweispänner auf dem Vorplatz des Türmlischulhauses, etwa um 1922. Das Fuhrunternehmen war wahrscheinlich die Familie Maag, ehemals wohnhaft bei der Brückenwaage (bei Bäckerei). Diese Familie machte vor allem Hochzeitsfuhren.

RA

 

 

1924 Knabenverein posierend im Jahre 1924 mit den beiden legendären frisch renovierten Kanönchen aus dem Jahre 1847. Die "Knaben" im Konfirmationsanzug.

Remo Albrecht berichtet dazu:

"Damals hatte der Knabenverein noch 2 Kanöneli.

An einem Jubiläum des Schiessvereines (vermutlich 50-Jahr-Jubiläum 1931) wurden die Kanonen so gestopft und mit Schwarzpulver gefüllt, dass eine davon beim Zünden explodiert ist. Mein Grossvater Albert Gassmann (damals 8 jährig und am Jubiläums-Umzug als Tells Sohn mit Armbrust zuvorderst dabei) sagte, dass es ein Wunder sei, dass es keine Toten gab. Ein Bauer (der „Musi“) erhielt jedoch eine ganze Pulverladung davon ins Gesicht und diese bohrte sich unter die Haut. Seit dann trug er wegen dem „blau-schwarzem“ Gesicht einen zweiten Übernamen: „Blauwiener“  (in Anlehnung an die franz. Kaninchenrasse, die riesengross werden und auch diese Farbe haben….).

RA

1925 Ansicht von Endhöri. Links Restaurant zur Au mit Brückenwaagen-Häuschen. Rechts Bäckerei mit Federbockwagen und zwei Kinder. Vorne Garten des abgebrochenen Wohnhauses Schellenberg. Rechts geht es in die "Hanfpünt". Portofreie Feldpostkarte mit Truppenstempel "Feldpost FELD BTTR. 88" und Rundstempel Bülach 1. IX, 25. 16 VIII. Ein Artillerist, der in Höri stationiert ist, schreibt nach Hause (Bubikon): "Bin also diesmal im Batterie Stab, gefällt mir ordentlich. Brauche bis ende dieser Woche den Wäschesack. Gruss Albert."

RA

 

1927 Höri, Dorfstrasse (kantonale Hauptstrasse, 2016 Wehntalerstrasse, Richtung Oberhöri), photographiert um etwa 1927, von rechts kommt ein Fuerme mit seinem Ochsenfuhrwerk mit Güllenwagen aus der Junkergasse. Ganz hinten links die Bäckerei, davor Scheunentor, worin sich heute der Bancomat bedindet.

Die Strasse war damals noch nicht geteert und im Sommer wohl recht staubig. Heute fahren über 14,000 Autos pro Tag über diese Strasse.

Karte mit Feldpost gelaufen nach Basel mit Truppenstempel "Feld-Batterie 63" (Munitionszug). Dem L.M.G.-Soldaten (mit mangelhaften Geographiekenntnissen) aus der Stadt hat das Landleben anscheinend nicht so gut gefallen. Er schreibt auf der Rückseite: "Das Schicksal hat uns glücklich nach Höri geschlagen. Es ist dies ein Kaff zwischen Bülach und Glattfelden. Seid so gut und schickt mir noch den Rasierapparat, da es im Dorf keinen Coiffeur hat."

B. Müller, Phot., Bülach, Fabrication Suisse, RA, GF

 

 

 

1928 Höri, Dorftstrasse Endhöri, auf der rechten Seite steht der Wagen mit Holzrädern mit der Anschrift "J. Baumgartner Bäckerei". Aufnahme von etwa 1929. Feldpost-Karte von "Kanonier Huber, Stabskp.(kompanie) Füs.(ilier) Bat.(aillon) 69" an seinen Bruder Willi, Inf.(anterie) Pk.(Park) Kp.(Kompanie) 12, I. Zug. Affoltern b./Zürich". Links das kleine Häuschen der Familie Meierhofer, welches für die Strassenverbreiterung beim Bau des Mehrzweckgebäudes 1978 abgebrochen wurde.

Verlag: O. Grob, Photograph, Bülach, RA

 

 

1929 Schulhaus in Nieder-Höri (links neu, rechts mit Türmchen alt). Die Telefonstangen entlang der ungeteerten Strasse markieren den technischen Fortschritt. Feldpost mit Truppenstempel "F. Bttr. 39"

B. Müller, Phot.(ograph), Bülach, Fabrication Suisse, RA

 

 

1930 Wappenkarte von Höri, ehemals Wappen von "Küchelers Höri" (alter Name von Endhöri), gehörte seit 1442 zur zürcherischen Obervogtei Neuamt (westlich der Glatt). Die Bezeichnung des Kuechelers Hof" ist u. a. in einer Urkunde von 1329 zu finden, benannt nach einem Hofinhaber (Ulrich der Küchler). Die Bezeichnung Küchelhöri für Endhöri hat also sehr alte Wurzel. Näheres findet sich bei Hans Kläui, Aus der Geschichte der Gemeinde Höri, S. 17ff. Auskunft des Staatsarchivs Zürich.

Zürcher Gemeindewappen, Serie XXVII, Nr. 140, Herausgeberin: Antiquarische Gesellschaft in Zürich. RA

 

 

1932 Wappenkarte wie oben, jedoch mit rötlich-oranger Hintergrundsfarbe, etwa 1932

Zürcher Gemeindewappen, Serie XXVIII, Nr. 140, Herausgeberin: Antiquarische Gesellschaft in Zürich, RA

 

 

1934 Text auf der Rückseite "Restaurant zur "Au" Höri bei Bülach empfiehlt prima Küche und Qualitätsweine, Besitzer: Haag-Rathz, Tel. 4.01". Auf dem linken Scheunentor wurde ein Plakat wegretouchiert (Turnfest Luzern 1934.

Photographie O. Grob, Bülach, Tel. 18, RA

 

 

1934 Gruss von Ober-Höri. Photo auf bläulichem Papier datiert 8. August 1934. Der Stolz dieser Bauernfamilie aus Ober-Höri ist neben dem stattlichen Bauernhof, eine Kuh, der Eidgenoss (Pferd) sowie die Telefonstange mit elektrischer Lampe. Es handelt sich um den Bauernhof der Familie Schellenberg in Oberhöri (heute Rank gegen die Agrola-Tankstelle Richtung Niederglatt). Wurde abgerissen.

RA

 

 

1935 Ansicht des selben Bauernhaus in Ober-Höri wie oben. Karte gesandt am 13. Juni 1935 nach Vevey mit Text: "Wir sind jetzt am Heuen. Diese Karte ist eine echte Photi von unserem Haus. Es hat mal einer abgedrückt, als die Unsrigen am Jaucheführen waren" (siehe links Güllenfass gezogen von zwei Pferden).

RA

 

1935 Dorfstrasse Höri, Häuser sind nummeriert oben 31 (links), 44 Mitte (Assekuranznummern), etwa 1935, Links Bäckerei, rechts Restaurant zur Au. Etwa 1935.

Kantonales Tiefbauamt, RA

 

 

1935 Bauernhof bzw. Wohnhaus der Familie Bertschi, bei der alten eisernen Glattbrücke nach Oberhöri, etwa 1935. Der weisse Wegweiser am Geländer zeigt rechts nach Bülach. Die Strasse im Vordergrund ist die alte Niederglatterstrasse.

kantonales Tiefbauamt, RA

 

 

1936 Höri Wehr zur Regulierung des Wassers im Neeracher Ried (das hier auf Höremer Boden liegt). Im Kriegsfall wäre das Ried geflutet worden. Das Wasser fliesst in die Glatt ab. Interessanterweise liegt der grösste Teil des Naturschutzgebietes Neeracher Ried auf Höremer Grund.

RA

 

1936 Bauernhaus Höri, vor der Türe steht eine Grasgarette (mit gerader Aufladefläche). Haus der Familiie Gassmann an der Sonnenbühlstrasse 7. Der grosse Gewölbekeller erstreckt sich über den ganze Wohnungsbereich und stammt aus dem 17. Jahrhundert. Der darüberliegende Teil wurde 1848 aufgebaut. Im Hausplatz befindet sich heute noch ein Sodbrunnen mit 13.6 Metern Tiefe. Die Familie Gassmann ist schon in einem Schuldbrief von 1663 erwähnt. Die letzten Bewohner waren Albert und Berta Gassmann. 2016 steht das Haus leer.

Leonar, Nr. 4.., RA

 

 

1939 Ansicht von Höri, Karte auf der Rückseite rungestempelt "Höri (Zürich)", hinten rechts "neues Schulhaus" (siehe unten), dahinter Türmchen des "alten Schuhlhauses". Blick von der Hauptstrasse gegen Niederhöri. Das weisse kleine Haus ist das Waschhäuschen, welches bei der Glattabsenkung (etwa 1980) abgebrochen werden musste. Einige Oberhöremer benutzen ebenfalls das Wasch-häuschen, so auch für das samstägliche Bad (vor dem Kirchenbesuch in reformierten Kirche Bülach).

Photographie O. Grob, Bülach, Tel. 18, RA

 

1940 Höri, "neues" Schulhaus mit Zwiebelturm, in Niederhöri, erbaut 1921. Photo um etwa 1940. Sogenannte "Gugere" mit Zwiebeldach. Das kunstvolle Dach existiert heute leider nicht mehr.

RA

 

 

1940 Restaurant zur Au, Endhöri.  Vor dem Scheunentor drei Dragoner der Kavallerie auf ihren "Eidgenossen". Ganz links auf der Holzbank sitzt die Wirtsfrau, Frau Tanner. Der aufgedruckte Text auf der Rückseite oben links macht Reklame "Höri bei Bülach, Restaurant zur Au (Tel. 96 14 01), Inhaber:  Th. Tanner". Die Karte wurde als Feldpost nach Zürich 8 spediert mit Rundstempel der Truppe "Füs. Komp. II / 69 Feldpost" nach Zürich mit Grussformel im Text "Dein armer Soldat !! Richi L.M.G.S." (Leichtes Maschinengewehr-Schütze), unten Einladung zur Metzgete

Phot. L. Beringer, Zürich, RA, WoZei 1936

1940 Fischbach Abfluss aus dem Neeracher Ried bzw. als Zufluss zur Glatt, südöstlich von Oberhöri, auf dem Gebiet der Gemeinde Höri

RA

1943  Oberhöri mit Glatt, links Fabrik-Kanal zur Stromerzeugung in der Spinnerei Jakobstal (Turbinenhäuschen auf Bluemer's Wiesen, oben links Telefonleitungen. Dieselbe Karte kommt vor mit wegretouchierter Bezeichnung Oberhöri (unten rechts). Der Fabrikkanal wurde bei der Glattabsenkung zugeschüttet, 2016 Spieltal Oberhöri. 

Verlag O. Grob, Photograph, Bülach, RA, Dorfchronik Höri, S. 81

 

 

1944 Schulhaus in Niederhöri (links neu, rechts alt mit Türmchen und Uhr). Feldpost "Im Feld 16.7.44" ...  "aus dem Aktivdienst" ... "Der Seetaler-Zug hatte in Beinwil fast 20 Minuten Verspätung, weil ein Amerikaner-Bomber in Emmen die Fahrleitung hinunter gerissen hatte." ... "Sende Euch hier eine Ansicht von meinem Kantonement (neues Schulhaus). Heute nachmittag fahre ich mit einem Kameraden per Velo nach Dübendorf. Wir besichtigen dort die grossen Bomber. Es sind bald 60 dort."

Verlag: O. Grob, Photograph, Bülach, RA

 

 

1944 Niederhöri mit Glatt (gesäumt von Telefonstangen). Feldpost-Karte "Im Dienst, 17. Juli 44" mit folgendem Text: "Liebe Eltern ! Sende Euch einmal eine Ansicht von der Grossstadt "Höri". Wie gesagt, es ist ganz nett hier. Der Turm ist also nicht etwa eine Kirche, sondern das alte Schulhaus. Unser (Kompanie) Büro ist in dem angekreuzten Bauernhaus. Bereits haben wir den halten Dienst hinter uns." Sowie Feldpost, rundgestempelt "Füs(ilier) Kp. (Kompanie) I / 67 Feldpost".

Ein Exemplar derselben Ansicht und derselben Füslier-Kompanie sendet der L.M.G. Schütz Otto Pfändler von der I Comp. 67, III. Zug" an seine lieben Eltern in Zürich 2 mit der Botschaft "Geht nicht prima. Habe schon wieder Blattern. Sendet sofort Socken." Vorne bei der Glatt das Waschhäuschen.

Es ist kaum verwunderlich, dass jährlich zum Teil mehrmals, vor allem in den Sommermonaten bei sturzartigen Regenfällen, die Glatt über die Ufer trat. Es wurde mit Sandsäcken (und Mist) als Böschungserhöhungen verzweifelt versucht, eine Ueberschwemmung der Stuben in Niederhöri zu vermeieden. Aus diesem Grund hatten in Niederhöri viele Häuser gar keine Keller (auch wegen Grundwasser). Dies war ein Grund die Glatt später abzusenken.

Photographie O. Grob, Bülach, Tel. 18,  RA

 

 

1948 Markantes Bauernhaus in Oberhöri bei der Glattbrücke (erbaut 1798), bei der Eisenbrücke über die Glatt. 2016 noch dort (siehe Foto unten Bauernhaus Huber 2016). Das Haus wurde 1862 von der Familie Huber erworben und besass ein eigenes Trottenwerk, eine Schenke und eine Schmiede für die Postkutschenpferde und war gleichzeitig Poststelle und Wechselstelle für Postkutschenpferde. Es hatte nur einen Abtritt im Stall.

CIBA Photochemie, RA

 

 

1950 Konsum bzw. Handlung Höri, Name der Handlung wegretouchiert, etwa 1950, im linken Schaufenster Plakat des Zirkus Knie. Rechts im Schaufenster Werbung für Tour de Suisse.

Familie Schmid führte die Handlung zuerst im Wohnteil (siehe oben). Später war die Möbelhandlung Maag im Ladenlokal. 2016 Lokal von "Haarlounge", heutige Adresse Wehntalerstrasse 39. Links des obigen Gebäudes Restaurant Trotte. Rechts Landiladen bis zum Umzug an die Wehntalerstrasse.

RA

 

 

1952 BMW Motorräder Jakob Volkart

ZU 1952

1956 Höri um 1956, noch ein beschauliches Bauerndorf. Blick vom Höriberg.

O. Grob, Photograph, Bülach, Nr. 358

 

 

1960 Alter Spycher Oberhöri, Spitzackerstrasse 3, seit 2012 kleines Restaurant der Familie Lehmann-Volkart. Fachwerkspeicher aus dem 16. bis 19. Jahrhundert, Assekuranznummer 43

www.alterspycher.ch, Aufnahme aus  "Die Bauernhäuser des Kantons Zürich", Basel 1997, Bauernhäuser Kt. ZH Bd. 3, S. 408, StAZH Bf 223 11, PB

 

 

1960 Höri b/Bülach. Im Zentrum altes und neues Schulhaus. Aufnahme etwa 1960. Die Turnhalle neben dem neuen Schulhaus wurde 1959 eingeweiht.

Verlag O. Grob Erben, Photographie, Bülach, neu gedruckt 8180 Bülach (die Schweiz hat 1964 Postleitzahlen herausgegeben), RA

 

 

1965 Käserei Blaser, an der Wehntalerstrasse, Endhöri. Hinten Ladentheke. Blaser war weitherum bekannt für den rezenten Limburger-Käse, der hier hergestellt wird. Der Betrieb wurde nach 82 Jahren im Jahr 1991 eingestellt. Zeitzeuge RA berichtet:

"Der Chäser Blaser von Höri kam in die Quartiere. Er hatte einen Kombi (Privatwagen) und eine Trillerpfeiffe. Wenn er schrillte, wusste man: aha, dä Blaser ist da! Und wir holten unsere Milch, er schöpfte noch von Hand aus der "Bränte" und benützte dazu das "Gätzi" ( = Litermass mit gebogenem Griff). Und wen die Mutter noch einen Zwanziger extra mitgab, dann durften man einen Schläckstängel, oder ein Mohrenkopf kaufen, die er auch 

dabei hatte, ja war ein guter Geschäftsmann. Das Haus hat heute noch einen Brunnen mit alter Handschöpfpumpe aus dem 

Sodbrunnen vor dem Haus."

Vater Ernst Blaser Senior, stammte aus einer Berner Oberländer Familie, die schon immer als "Stör"-Käser herumwanderte. Die Familie kam 1898 nach Höri und blieb hier sesshaft. Hergestellt wurden vor allem die Limburger / Romadur mit dem starken "Duft", die u.a. an den Milchverband Winterthur (Toni) verkauft wurden (gelbe Ettikette als "Heidi-Limburger").

Chronik Höri, 1992, S. 57, Foto K. Schweizer, mit freundlicher Genehmigung, ZU 6.4.71

 

1967 "Flugaufnahme 8181 Höri, bei Bülach - ZH", unten Niederhöri, Karte als Feldpost gelaufen nach Domat-Ems aus einem WK (Wiederholungskurs) mit rundem Truppenstempel "Pz Sap Kp III /6"

Flugfoto Werner Friedli, Brüttisellen - ZH, RA

 

 

1967 Flugaufnahme 8181 Höri bei Bülach ZH. Gleiche Serie wie oben. unten Oberhöri, links Niederhöri,  oben Endhöri, oben links Niederflachs, Bülach. Ganz unten rechst Eberhard Transporte in Oberhöri, heute zurückgebaut, Standorte neuer Wohnsiedlung entlang der Wehntalerstrasse.

Flugfoto Werner Friedli, Brüttisellen, Nr. 4090, RA

 

 

1975 Höri um etwa 1975 vor der Glattabsenkung, altes Türmli-Schulhaus mit dem alten Feuerwehrdepot. In den zwei Garagentoren war vor dem Bau des Mehrzweckgebäudes die Feuerwehr Höri untergebracht (Leiternwagen und Motorspritze). Rechts Hochhaus im Gentertquartier. Start einer Swissair-Maschine.

Verlag Photoglob AG, Zürich, Printed in Switzerland by Orell Füssli SA, Zürich, RA

 

 

1976 Zeichnung Endhöri. Das Haus rechts gehörte ehemals Jakob Meierhofer, bevor es für den Bau des Mehrzweckgebäudes (1978) abgerissen wurde.

Links das sogenannte Oertlihaus. Von hier kommt die Familie Oertli, von Endhöri. Die Skirennfahrerin Brigitte Oertli, von Höri, stammt aus dieser Familie. 

Hedwig Neri-Zangger, RA

 

 

1979 Luftaufnahme des ehemaligen um 1978, Der Kanal ist bereits leer bzw. zugeschüttet.

"Wohngebäude und Turbinenhaus am Glattkanal in Oberhöri. Von hier aus wurde über eine Freileitung der Strom in die Spinnerei im Jakobstal geliefert. Abgebrochen 1986."

Siehe auch oben alte Fotos der alten Spinnerei 1905

Chronik Höri, 1992, S. 81, mit freundlicher Genehmigung

 

 

1983 Oberhöri, Vielzweckbauernhaus, Erweiterung mit Waldmdach, 1842, ehemaliges Wirtshaus, Assekuranznummer 3a

Bauernhäuser Kt. ZH Bd. 3, 1997, S. 116, StAZH Bf 223 11, PB 

 

 

1985 Zeichnung Höri

Theo Meier, RA

 

 

1986 Die Kaffeerösterei Henauer Kaffee (und Tee) zieht nach Endhöri an die Hofstrasse. 2014 fand im Ortsmuseum Bülach eine Kaffeeausstellung statt, die von Henauer unterstützt wurde. Siehe unten Kaffee-ABC

www.henauer.ch, Artikel im Wochenspiegel vom 25. Mai 2016, S. 3 zum 120 jährigen Firmenjubiläum von Henauer hier Anklicken: http://www.wochenspiegel.ch/uploads/media/Wospi_25_05_2016.pdf

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Kurze Beschreibung von rund 365 Arten der Kaffeezubereitung
Kaffee-Ausstellung 2014 im Ortsmuseum Bülach
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1987 Höri, 1000 Franken-Note, aus dem Flugzeug gesehen. Im Hintergrund liegt Bülach. Oben rechts die Bahnlinie von Niederglatt nach Bülach.

Comet Photo AG, Zürich, www.ba-e-pics.ethz.ch

 

 

1990 Reklamekarte der Werkzeugmaschinenhandlung "AG Müller Maschinen, CH - 8181 Höri-Bülach ZH"

Rud. Suter AG, Oberrieden ZH, Nr. 18048, RA

 

 

1989 Rückseite der obigen Karte mit Pistensystem Flughafen Kloten. Diese Karte zeigt exemplarisch die Schwierigkeiten bei der Datierung von nicht frankierten Karten. Hier einige Hinweise aufgrund von Angaben im Wikipedia:

Die Schweiz war das dritte Land, welches Postleitzahlen  einführte (nach USA und Deutschland) und zwar 1964.

Das Geschäft hat noch eine Telefonnummer mit Zürcher Vorwahl 01 (die man in der Region Zürich nicht einstellen musste). Die Vorwahl 044 wurde 2004 eingeführt.

Die obige "Neue Piste No. 14 (nach Süden) / 32 (nach Norden)" wurde 1976 eingeführt. 

Handelsregistereintrag von Urbano Moritsch, von Höri, in Dietlikon als Verwaltungsrat 1990.

Somit wurde die Karte zwischen 1976 und 2004 gedruckt. Somit wäre dies etwa 1988 bis 1990. Die Foto des Pistensystems könnte somit etwa 1989 aufgenommen worden sein.

 

 

Marcels Maschinen AG, Altmannsteinstrasse 37, Endhöri, mit gleicher Ansicht der Fabrikhalle von Westen wie oben.

www.marcelsmaschinen.ch

 

 

1985 ungelaufene Reklamekarte von "Restaurant zur Post, Fam. A. Müller-Pavoni, 8181 Höri, Tel. 01 - 860 81 56" , Foto aufgenommen etwa 1985

Fotohaus Grob, 8180 Bülach, RA

 

 

1991 Endhöri, Vielzweckbauernhaus von 1842, Schulhausstrasse, Assekuranznummer 69 Eigentümer war Jakob Surber (genannt Schaggi, Angestellter in der Kaserne Bülach). Er hatte den Uebernamen Töff-Töff, weil er einen roten 1-Zylinder Traktor hatte, mit dem er durchs Dorf "traktorte".

Bauernhäuser Kt. ZH Bd. 3,1997, S. 218, StAZH Bf 223 11, PB, RA

 

 

1993 Flugaufnahme von Höri, von Süden. Oben rechts Teile von Hochfelden. Dazwischen Willenhof (Gemeinde Hochfelden). Am unteren Rand die Brücke (im SBB-Jargon Ueberwerfung) über die Eisenbahnstrecke Bülach - Niederglatt, dahinter Endhöri, links oben Schulanlage, Ortsteil Niederhöri. Ganz rechts Teils des Industriequartiers. Höri hat 2016 rund 1,300 Arbeitsplätze.

Comet Photo AG, Zürich, www.ba.e-pics.ethz.ch

 

 

1993 Flugaufnahme von Höri, mit Fussabdruck Bally, Werbung für Passagiere der ankommenden Flugzeuge.

http://ba.e-pics.ethz.ch/

 

 

Ortstafel Höri

 

 

 

1993 Höri diverse Ansichten, mit Swissair-Flugzeug im Landeanflug. Obiges Bild vom Höriberg aufgenommen.

Photoglob Zürich / Vevey, Nr. 80732, RK, RA

 

 

1999 Höri Hauptstrasse (ehemalige Dorfstrasse)

GF, RA

 

 

2005 Höri Dorfstrasse im Winter 2005

GF

 

 

2007 Oberhöri Dorfeingang, etwa 2007

www.hoeri.ch

 

 

2008 Ansichten von Höri, etwa 2008

www.hoeri.ch

 

 

2008 Zürcher Unterländer Reportage "Redaktion unterwäx in Höri". Unten die fünf Artikel dazu

ZU, Kathrin Morf, RA

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Reportage aus Höri Eröffnungsseite (1).p
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2008 Höri Ausstellung im Ortsmuseum Bülach, Fotomontage Höri mit Kontrast: rechte Seite einst bzw. früher im Jahre 1927 mit Ochsengespann und Güllenwagen (siehe Originalansichtskarte oben etwa 1927) und links im Jahre 2008 mit viel Autoverkehr. Die Einladung wurde durch die Gemeinde Höri verschickt bzw. unterzeichnte von Ursula Moor, Gemeindepräsidentin, und Reto Linder, Gemeindeschreiber von Höri.

RA

 

2009 neues Logo der Gemeinde Höri, zeigt in den drei Wellen die drei Ortsteile Endhöri, Oberhöri und Niederhöri und gleichzeitig die Wellen der Glatt.

www.hoeri.ch, www.m-idee.ch

 

 

2010 Hiltebrand Kunst-Schlosserei, Endhöri

www.kunstschlosserei.ch

 

 

2010 Oertli Werkzeugfabrik, Hofstrasse 2, Höri, etwa 2010. 1990 Umzug von Bülach nach Höri.

www.oertli.ch

 

 

2010 Altes Schulhaus in Niederhöri, links eiserne Strassenbrücke über die Glatt.

www.hoeri.ch

 

 

2011 Storchenpaar Höri, am Kreisel bei Neeracherried

www.hoeri.ch

 

 

 

 

 

 

 

 

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illustrierte Gemeindebroschüre Höri
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über 300 Flur-, Strassen- und andere Ortsnamen von Endhöri, Niderhöri und Oberhöri ZH früher und heute
Aberwandel Altmannstein Ankenhaaf Aspacher Au Blachen Böler Brünnli Bückler Bungert Bürgerteilen Chegelbuck Cheibenacher Chessler Chilenweg Chrähenhüsli Chrutstock Elend Endhöri Ennethöri Gäntner Hohle Gasse Entenacher Eselbuck Entenweiher Fischbach Fridhag Fuhrstrasse Giger Gräbler Graumatt Griegrueb Grosszelg Grund Haaf Haberbirli Hagmen Hämisrüti Hanfpünd Hartbirben Hau Hauffeld Höhragen Höri Höriberg Hörnli Hüperg Juch Junkergasse Kleinpeter Küchelhof Landstrasse Längi Lattacher Lätten Leeacher Lehwiesen Limetspitz Loch Loo Mad Marei Margelacher Maas Mettlen Metzger Morgenstern Mürg Nassbreiten Nerliweg Niderhöri Nünkilch Oberhöri Obermüli Peieracher Pünt Rain Ros Rotwis Rüti Saali Saum Saumbach Schleebuck Schoren Schüsslen Schwelli Seeber Spitzacher Steinbruch Stelli Storchenwis Strassacher Strigel Stümpler Sunnenberg Tannweg Täufer Tiergarten Törndler Tossenbühl Türgg Vogtacher Weiher Werd Wilen Wibirben Weig Zentenächer Zelgli Zweier
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Zeitlinie Höri – Chronik mit Eckdaten

 

1149 Ersterwähnung als Hoerein

1320 Ersterwähnung Küchelers Höri (Hof Endhöri)

1329 Küchler Höri (Endhöri) ging an Kloster Rüti

1417 Erwähnung „zu den dry hörinen“

1452 Uebergang an die Zürcher Landvogtei Kyburg

1467 rund 55 Einwohner in 11 Haushaltungen

1504 Höry im Nuewenampt (Obervogtei Neuamt)

1525 Reformation, Uebergang an Stadt Zürich

1630 Pestepidemie auch im Zürcher Unterland

1634 in 43 Haushaltungen mit 257 Einwohnern, davon 134 in Endhöri

1798 Besetzung durch französische Truppen

1827 Bau erstes Schulhaus an Glatt, östlich Niederhöri

1835 Spinnerei Oberhöri

1843 Postablage in Endhöri

1855 Ausbruch der Cholera

1881 Gründung (Militär-) Schiessverein Höri

1908 Gründung Turnverein Höri

1914 Ausbruch 1. Weltkrieg

1921 Bau Schulhaus Höri, neben dem alten

1939 Ausbruch 2. Weltkrieg

1948 Provisorische Betriebsaufnahme Flughafen Kloten

1953 Eröffnung des Gross-Flughafens Kloten mit neuen Passagierterminals

1956 Neeracher Ried wird unter Schutz gestellt

1967 Beschluss zur Gesamtmelioration Höri-Hochfelden

1969 Autobahn Kloten-Bülach, Industrieansiedlung Endhöri

1970 Bau des Kreisels im Neeracheried (der erste und grösste im Kanon Zürich)

1981 Glattabsenkung (Eindeckung Kanal in Oberhöri, Bau Spieltal)

1978 Bau des Mehrzweckgebäudes

2016 Erweiterung Wasserreservoir (Zusammenschluss Wassergemeinden)

PB, RA

Wappen alte Familien

 

 

 

 

1968 Wappen Familie Schmid, von Höri

Wappenbeschreibung / Blasonierung:

In Rot silberner Hammer gekreuzt mit silberner Zange.

Quelle:

Steinmaur Ortsgeschichte von Heinrich Hedinger, 1968.

www.chgh.ch mit freundlicher Genehmigung

 

 

2012 Wappen Familie Gassmann von Zürich, ehemals von Höri

Wappenbeschreibung / Blasonierung:

In Silber auf grünem Dreiberg wachsender, blau gekleideter Mann mit goldenem Gürtel, goldenem Kragen, goldenen Aufschlägen, blauer Mütze mit drei Federn Blau-Gold-Blau, mit beiden Händen schräglinks silbernes Schwert mit goldenem Griff und goldener Parierstange haltend, im rechten Obereck sechsstrahliger, roter Stern.

Quelle:

Familienwappen auf Zürcher Zünften, von Andreas Hasler, 2012.

www.chgh.ch mit freundlicher Genehmigung

 

 

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1634 erstes Bevölkerungsverzeichnis von Höri Bülach Oberhöri Niederhöri Endhöri
Es enthält alle Haushaltungen im Mai 1634 aufgenommen vom Bülacher Pfarrer mit Angabe des Vaters, Mutter und Kinder, meistens mit Angabe des Alters. Alte Höremer Familien sind:
Maag Herzog Nespler Huber Schurter Oertli Obermann Gassmann Glattfelder Knus Marthaler Pfister Bräm Duttweiler Bertschi Schmid Volkart Murer Maurer Vogel Wegmann Weidmann
BV Höri 1634 15. Dezember 2016.pdf
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1844 Gundstück-Kaufbrief aus dem Jahre 1844 mit Siegel.

Dieser Kaufbrief wurde im Jahre 1844 ausgestellt, somit vor der Einführung der Schweizerischen Einheitswährung (Franken) im Jahre 1850. 1 Fl. (Gulden ) = Fr. 1.60, offiziell ab 1852 Fr. 2.33.

Auch die Flächenangaben sind noch nicht metrisch (Quadratmeter bzw. Aren). 1 Mässlj Land. 1Vierling Land etwa 9 Aren, 1 Are = 100 Quadratmeter. Das Holz bzw. Land befand sich wohl beim Höriberg (Rüteli). 1 Mässli Roggen (Zins) etwa 1.3 Liter.

Transkription (Entwurf S.E.& O.):

"(Grund-)Protocoll (buch) Höri No. 14. pag(ina, Seite): 95.

Kaufbrief per 15 fl Z?. für Caspar Huber von Sünikon, ansäss(ig) in Oberhöri,

d.(atiert) d.(en) 29. April 1844, Taxe etc. a.(uf) 18. Fl.

Zu wissen sei hiermit, dass

Johann Graf, Schlosser und Schmid in Oberhöri, an Caspar Huber, von

Sünikon, ansäss(ig) in dort verkauft hat

Nämlich

circa 3 ½ Mässlj Holz und Boden von 7 Mässli in der Rüti, mit Barbara Volkart und Gebrüder Weidmann unvertheilt; stosst 1. An die Kegelgasse, so 2. an Zunftrichter Surber 3. an Käufer (wohl schon bestehendes Grundstück) 4. an den mittleren Weg.

Zinse 2 ½ Mässlj Roggen in die Gemeindstragerei.

Um (den Preis von) 15 fl. (Florin = Gulden). (ausgeschrieben in Worten) Zehn und fünf Gulden Züricherwährung . also zahlbar:

15 fl. Capital Verena geb.(orene) Volkart, Ehefrau des Heinrich Gass-

mann in Endhöri, an einen 137fl haltenden Kaufschuldbrief, dat.(iert) 19. Januar 1844.

Obiges Grundstück ist noch mit anderen Gütern in alter Briefen besonders

aber um

800fl Herrn Pestalozzi im Thalhof in Zürich,

500fl Ebenderselben,

335fl Frau Meier an der Trittligasse

verschrieben.

Zur Beurkundung dessen ist dieser Brief mit den Unterschriften der Notariatskanzlei und des Herrn Präsidenten des wohllöbl.(ichen) Bezirksgerichtes Bülach sowie mit des letzteren Siegel versehen  worden.

Gefertigt, Niederglatt, am 29. April 1844, den Contrahenten

vorgelesen und von denselben unterschriftlich bestätigt.

Canzlei des Notariatskreises Neuamt und der Enden:

Landschreiber (Hans Conrad) Bänninger"

 

Links Papiersiegel Bezirksgericht Bülach, am Rande rechts „Besiegelt. Bülach den 19. August 1844, der Präsident des Bez. Gerichts mit Unterschrift Bezirksgerichtpräsident).

Unten rechts kleiner Rund-Stempel (Steuergebühr) Canton Zürich 1 Baz. (Batzen = 10 Rappen),

auch oben rechts befindet sich ein Eindruck mit Zürcher Wappen und der Kosten von 1 Bz. Das Briefpapier ist zudem oben und unten aus Sicherheitsgründen mit Wasserzeichen versehen mit der Inschrift „Canton Zürich Stempel“.

PB, HF, RA 

 

Unten Heimatschein ausgestellt im Jahre 1897 in Höri für Rudolf Huber, Metzgerlehrling, geboren 1870, Enkels des obigen Caspar Huber (Wirt zur Traube) und dessen Ehefrau Barbara Volkart, von Oberhöri bzw. Sohn von Rudolf Huber und Verena Meier, von Oberhöri. Die Urkunde ist unterzeichnet vom Präsidenten des Gemeindesrats Höri Heinrich Surber und dem Gemeinderatsschreiber Gassmann, sowie vom Bezirkstatthalter in Bülach J. J. Meier

altes Wappen des Bezirkes Neuamt, zu dem Höri (und Hochfelden) damals gehörten. Gemäss Wikipedia war die Obervogtei Neuamt eine ehemalige Verwaltungseinheit des Stadtstaates Zürich in der Alten Eidgenossenschaft.

Sie befand sich im heutigen Zürcher Unterland und erstreckte sich westlich (links, ausser Endhöri rechts) des Flusses Glatt in einer Breite von drei bis zehn Kilometern von Oberglatt bis zur Mündung in den Rhein. Das Neuamt war ein Ackerbaugebiet, in welchem seit dem Spätmittelalter geschlossene Siedlungsweise mit Dörfern und Weilern vorherrschte.

Das Neuamt entstand im Jahre 1442 im Vorfeld des Alten Zürichkriegs, als die Zürcher die 1424 durch Verpfändung in ihren Besitz übergegangene Grafschaft Kyburg an die Habsburger zurückgaben. Dabei behielten sie die Gebiete links der Glatt und gaben dem Gebiet den Namen Neuamt. Der Verwaltungssitz war Niederglatt (vorher Neerach), dort residierten alternierend die Obervögte des Stadtstaates Zürich. Der Untervogt war lokal eingesetzt bzw. war ein Einheimischer.